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Gegen Trasse durch den Wald

Haste Gegen Trasse durch den Wald

Noch ist beim Trassenausbau auf der ICE-Strecke Minden-Hannover nichts entschieden. Vermeintlich längst ad acta gelegte Trassenführungen kamen durch Staatssekretär Enak Ferlemann wieder zur Sprache – so auch die Strecke mitten durch den Haster Wald. Der Widerstand folgt auf dem Fuße.

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Eine Bahntrasse quer durch den Haster Wald - das wäre der Albtraum der Mitglieder der Bürgerinitiative „Mit Masse gegen die Trasse“.

Quelle: Archiv

Haste/Suthfeld. Sigmar Sandmann bekräftigte seine Ablehnung: „Der trassennahe Ausbau ist immer noch die einzig vernünftige Variante für die ICE-Strecke“, so der Haster Bürgermeister. Er plädiere durchaus dafür, den Bahnverkehr zu stärken, und halte den Ausbau grundsätzlich für sinnvoll. Sandmann setze weiterhin auf ein starkes überörtliches Bündnis, um die Samtgemeinde zu schonen.

Vorsitzende hat viele Beitrittserklärungen in der Post

Auch weiter südlich bleibt die Solidarität gegen die Trasse nicht aus. Kaum aus dem Urlaub zurück, zeigte sich Katrin Hösl, Vorsitzende der Bürgerinitiative „Mit Masse gegen die Trasse“, „erstaunt und berührt“ über die vielen neuen Mitgliedsanträge in ihrem Briefkasten. „Das Hin und Her über den möglichen Trassenverlauf motiviert die Menschen in allen Gemeinden, sich dagegen zu engagieren“, so die Suthfelder Bürgermeisterin.

Mit 40 Zugehörigen gestartet, verzeichnet die Initiative jetzt schon 109 Mitglieder. „Der Schwerpunkt liegt bisher in Suthfeld, aber Haste zieht nach“, beobachtete Kassenwartin Hilke Hoffmann. Die Berichterstattung habe viele Menschen aufgeschreckt, lediglich in Bad Nenndorf komme die Mitgliederwerbung noch nicht richtig in Fahrt. Die Bürgerinitiative werde den Protest nach dem Willen der Vorsitzenden aber breitspurig halten.

Auch wenn sich die Haster-Wald-Strecke doch als Favorit der Bahn herauskristallisieren sollte, will die Suthfelderin Hösl weiter an der Spitze der Bewegung stehen. Die Geschlossenheit übersteige auch die Grenzen der Samtgemeinde. „Jetzt darf sich keiner von uns zurücklehnen. Wir stehen in Kontakt mit drei weiteren Bürgerinitiativen in der Region“, so Hösl.

Ihr Gemeindedirektor, Horst Schlüter, verfolgt die Planungen schon seit 2003. „Das Bundesverkehrsministerium will den Leuten mit den verschieden Optionen vermitteln, dass man mit der Trassenführung niemandem wehtun will“, vermutet Schlüter.

Informationsgespräch am 27. August geplant

„Letztendlich wird das Ministerium den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Umso wichtiger ist der Protest“, so der Gemeindedirektor. Die Strecke ausgerechnet durch den Haster Wald zu führen, hält der langjährige Kommunalpolitiker für keinen ernst zunehmenden Ansatz.

Hoffmann nimmt an, dass der aktuelle Plan lediglich als Berechnungsgrundlage herhalten muss. „Bei dem Entwurf sollte das Kosten/Nutzenverhältnis besonders günstig ausfallen. Dabei kann ohne Raumordnungsverfahren noch gar keine Strecke festgelegt werden“, so die Kassenwartin.

Am Sonnabend, 27. August, wird um 10 Uhr der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann mit der Initiative über den Stand der Dinge informieren. Treffpunkt ist an der Hauptstraße 2 in Suthfeld. geb

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