Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Nenndorf Gemeinden sollen Touristen-Routen pflegen
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Gemeinden sollen Touristen-Routen pflegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 26.03.2015
Die Schilder an den touristischen Radrouten sollen künftig die Gemeinden ersetzen, wenn sie kaputt gehen. Quelle: gus
Anzeige
Samtgemeinde Nenndorf

Eine entsprechende Vereinbarung dazu muss noch unterzeichnet werden.

 Ziel ist es, die Pflege und Instandsetzung der Radwege, die Beschilderung und die Betreuung der touristischen Radwegeinfrastruktur auf die Gemeinden zu übertragen. Unter Radwegeinfrastruktur sind vor allem Rastplätze und Hinweistafeln auf touristische Radwege zu verstehen. Gemeint ist also nicht die Instandhaltung der Radwege entlang den Hauptverkehrsstraßen.

 Ein Entwurf sieht vor, dass die Gemeinden fortan die Personalkosten tragen, die bei der Radwegpflege entstehen. Dabei summieren sich Bauhofstunden. Sachkosten würde der Landkreis tragen, der auch einspringt, wenn eine Fachfirma für aufwendige Arbeiten zu beauftragen ist. Die Mängel erfassen Mitarbeiter des Landkreises.

 Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen beschrieb den Mechanismus so: Der Landkreis hat die touristischen Radwege konzipiert und ausgeschildert, nun fordere das Kreishaus eine Gegenleistung ein. Die Samtgemeinde geht das Thema etwas an, weil der Bauhof dort angesiedelt ist. Die Bauhofstunden müssen die Gemeinden quasi bei der Samtgemeinde beantragen. Die Mängelmeldungen sollen nach Wunsch der Verwaltung über das Nenndorfer Beschwerdemanagement abgewickelt werden.

 Einen möglichen Widerspruch sah Bernd Zimmermann (WGN) in einem Passus zu Aufträgen an Fremdfirmen. Denn derzeit beauftragt nur die Stadt Bad Nenndorf den Bauhof, um Büsche und Bäume zurückschneiden zu lassen. Die anderen Gemeinden beauftragen Firmen. In dem Entwurf zu der Vereinbarung heißt es aber, dass der Landkreis die Kosten für Fremdfirmen übernimmt.

 So ist das aber nicht gemeint, erklärte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt. Die Personalkosten für Grünschnitt und sonstige leichte Pflegeabreiten sollen Sache der Gemeinden sein. Die Samtgemeinde mache diesen lediglich das Angebot, den Bauhof zu beauftragen. Ob dieses Angebot angenommen werde, sei offen. Hohnhorsts Bürgermeister, Wolfgang Lehrke (SPD), der auch Mitglied des Planungs- und Umweltausschusses ist, signalisierte Interesse seiner Gemeinde. Lehrke betonte zudem, dass die Hauptkosten für das Ersetzen der Schilder anfallen dürften. „Was soll da sonst kaputt gehen?“, fragte Lehrke.

 Doch auch die „Radwegeflächen“, so die Formulierung in dem Entwurf, sollen von den Gemeinden instand gehalten werden. Christian Reese (CDU) wies darauf hin, dass die Samtgemeinde ohnehin für Wirtschaftswege zuständig ist. Und der Großteil der Touristen-Radwege verläuft auf solchen Strecken. Zu diesen Radrouten gehört beispielsweise die Strecke „Parks&Gärten“. Auch der Deisterkreisel führt durch die Samtgemeinde.

 Der Ausschuss sprach sich für die Unterzeichnung der Vereinbarung aus. Allerdings muss die Verwaltung erst noch das Einverständnis der Mitgliedsgemeinden einholen. Alle Bürgermeister müssen den Vertrag schließlich unterzeichnen. gus

Anzeige