Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Gemeinden sollen Touristen-Routen pflegen

Vereinbarung mit dem Landkreis geplant Gemeinden sollen Touristen-Routen pflegen

Der Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf hat sich für die Übernahme der Pflege touristischer Radwege in die Verantwortung der Gemeinden ausgesprochen.

Voriger Artikel
Delegierte für Senioren-Wahl anmelden
Nächster Artikel
Skigemeinschaft: Kurparklauf zeitgleich mit Kulturfest

Die Schilder an den touristischen Radrouten sollen künftig die Gemeinden ersetzen, wenn sie kaputt gehen.

Quelle: gus

Samtgemeinde Nenndorf. Eine entsprechende Vereinbarung dazu muss noch unterzeichnet werden.

 Ziel ist es, die Pflege und Instandsetzung der Radwege, die Beschilderung und die Betreuung der touristischen Radwegeinfrastruktur auf die Gemeinden zu übertragen. Unter Radwegeinfrastruktur sind vor allem Rastplätze und Hinweistafeln auf touristische Radwege zu verstehen. Gemeint ist also nicht die Instandhaltung der Radwege entlang den Hauptverkehrsstraßen.

 Ein Entwurf sieht vor, dass die Gemeinden fortan die Personalkosten tragen, die bei der Radwegpflege entstehen. Dabei summieren sich Bauhofstunden. Sachkosten würde der Landkreis tragen, der auch einspringt, wenn eine Fachfirma für aufwendige Arbeiten zu beauftragen ist. Die Mängel erfassen Mitarbeiter des Landkreises.

 Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen beschrieb den Mechanismus so: Der Landkreis hat die touristischen Radwege konzipiert und ausgeschildert, nun fordere das Kreishaus eine Gegenleistung ein. Die Samtgemeinde geht das Thema etwas an, weil der Bauhof dort angesiedelt ist. Die Bauhofstunden müssen die Gemeinden quasi bei der Samtgemeinde beantragen. Die Mängelmeldungen sollen nach Wunsch der Verwaltung über das Nenndorfer Beschwerdemanagement abgewickelt werden.

 Einen möglichen Widerspruch sah Bernd Zimmermann (WGN) in einem Passus zu Aufträgen an Fremdfirmen. Denn derzeit beauftragt nur die Stadt Bad Nenndorf den Bauhof, um Büsche und Bäume zurückschneiden zu lassen. Die anderen Gemeinden beauftragen Firmen. In dem Entwurf zu der Vereinbarung heißt es aber, dass der Landkreis die Kosten für Fremdfirmen übernimmt.

 So ist das aber nicht gemeint, erklärte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt. Die Personalkosten für Grünschnitt und sonstige leichte Pflegeabreiten sollen Sache der Gemeinden sein. Die Samtgemeinde mache diesen lediglich das Angebot, den Bauhof zu beauftragen. Ob dieses Angebot angenommen werde, sei offen. Hohnhorsts Bürgermeister, Wolfgang Lehrke (SPD), der auch Mitglied des Planungs- und Umweltausschusses ist, signalisierte Interesse seiner Gemeinde. Lehrke betonte zudem, dass die Hauptkosten für das Ersetzen der Schilder anfallen dürften. „Was soll da sonst kaputt gehen?“, fragte Lehrke.

 Doch auch die „Radwegeflächen“, so die Formulierung in dem Entwurf, sollen von den Gemeinden instand gehalten werden. Christian Reese (CDU) wies darauf hin, dass die Samtgemeinde ohnehin für Wirtschaftswege zuständig ist. Und der Großteil der Touristen-Radwege verläuft auf solchen Strecken. Zu diesen Radrouten gehört beispielsweise die Strecke „Parks&Gärten“. Auch der Deisterkreisel führt durch die Samtgemeinde.

 Der Ausschuss sprach sich für die Unterzeichnung der Vereinbarung aus. Allerdings muss die Verwaltung erst noch das Einverständnis der Mitgliedsgemeinden einholen. Alle Bürgermeister müssen den Vertrag schließlich unterzeichnen. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg