Samtgemeinde Nenndorf (kcg). Eigentlich hätte die Entscheidung schon Anfang Dezember fallen können. Damals präsentierten die hannoverschen Architekten Herwig Krause und Michael Schulz im Ausschuss eine Bedarfsplanung für die Bad Nenndorfer Brandschützer und bezifferten die Kosten für einen allen Wünschen der Feuerwehr entsprechenden Neubau auf mehr als drei Millionen Euro (wir berichteten). Eine Summe, die den Politikern die Sprache verschlug. Sie vertagten die Abstimmung über die Planungskosten mit Hinweis auf Beratungsbedarf in den Fraktionen.
Auch am Dienstag ließen vor allem SPD und CDU keinen Zweifel daran, dass ein derart teures Bauprojekt mit der Finanzsituation der Samtgemeinde nicht vereinbar und daher mit beiden Fraktionen nicht zu machen sei. „3,6 Millionen Euro ist zu viel“, erklärte Wilfried Wlotzka für die SPD. CDU-Sprecher Werner Bövers führte als Vergleich den Gerätehausneubau in Lindhorst ins Feld. Für 1,1 Millionen Euro sei dort ein Haus samt fünf Einstellplätzen gebaut worden, seiner Ansicht nach müsste für Bad Nenndorf ein Haus in der Größenordnung von 1,6 bis 1,8 Millionen ausreichen.
Bövers schlug vor, die Gesamtkosten auf diese Höhe zu deckeln. Für Ralph Tegtmeier ist die Reduzierung der Planungskosten um 30000 Euro schon Signal für die Planer, die Baukosten entsprechend gering zu halten. „Wir sollten die weiteren Schritte abwarten“, bevor sich der Ausschuss vorab auf eine bestimmte Summe für die Baukosten festlegt, erklärte der SPD-Ratsherr.
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