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Handball wird teurer

HSG Schaumburg Nord Handball wird teurer

Fast alle Vereine, die ihren Handballbetrieb in die HSG Schaumburg Nord ausgegliedert haben, sind mittlerweile dazu übergegangen, Spartenbeiträge für diese Sportart zu erheben.

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Damit die HSG-Spieler, wie hier Niko Blanke (links) und Marcel Rose, ihre Gegner weiter in die Zange nehmen können, haben die Stammvereine Spartenbeiträge für Handball eingeführt.

Quelle: hga

Samtgemeinde Nenndorf. Der Grund: Die Zahlungen, die die Stammvereine pro Handballer an die Spielgemeinschaft entrichten müssen, waren bislang höher als die Mitgliedsbeiträge.

Soll heißen: Pro Handballer machten die Vereine Miese. Um dem entgegenzuwirken, kamen vor einem Jahr erste Forderungen nach Extra-Beiträgen auf. Der MTV Waltringhausen beschloss bei seiner Jahresversammlung im Frühjahr 2015 als erster Stammverein einen Spartenbeitrag Handball von 3,50 Euro pro Erwachsenen im Monat. Jugendliche zahlen seither einen Euro extra. Aufs Jahr gerechnet bedeutet dies einen finanziellen Mehraufwand von 42 Euro für Erwachsene und zwölf Euro für Jugendliche.

Gegründet worden war die HSG 2004 von den Vereinen TuS Kreuzriehe-Helsinghausen, MTV Waltringhausen, TSV Riepen und MTV Ohndorf. 2008 gliederte der VfL Bad Nenndorf seinen Handballbetrieb in die Spielgemeinschaft aus. Seit 2014 gehören mit dem ETSV Haste und dem TuS Germania Hohnhorst auch die beiden Vereine dazu, die bis dahin als SG Hohnhorst-Haste firmiert hatten.

In der diesjährigen Runde der Generalversammlungen zog zunächst der ETSV Haste den Waltringhäuser Schritt nach und führte nach kontroverser Diskussion einen Spartenbeitrag von jährlich 60 Euro sowohl für erwachsene als auch für jugendliche Handballer ein. Der TuS Germania Hohnhorst folgte auf dem Fuß und setzte seinen Beitrag auf jährlich 60 Euro pro erwachsenen und 36 pro jugendlichen Handballer fest.

Zuletzt beschlossen die Hauptversammlungen des TuS Kreuzriehe-Helsinghausen und des MTV Ohndorf ebenfalls einen Handball-Spartenbeitrag. In Ohndorf müssen Erwachsene nun jährlich 50 Euro extra zahlen, Jugendliche 25 Euro. In allen fünf Vereinen tendierte die große Mehrheit zum Spartenbeitrag, anstatt die Mitgliedsbeiträge für alle zu erhöhen, sodass der gesamte Verein die Handballer mitfinanziert. In Kreuzriehe hatte es dazu geheißen, dass diese Art Solidargemeinschaft jahrelang funktioniert habe, nun aber ein anderer Weg eingeschlagen werden sollte.

Der TSV Riepen hat erst am 26. Februar seine Hauptversammlung, die des VfL Bad Nenndorf folgt am 11. März. Dass der TSV einen Spartenbeitrag zumindest zur Diskussion stellt, ist zu erwarten, denn bereits vor einem Jahr wurde das Thema vom Vorstand angerissen. Und die generellen Mitgliedsbeiträge waren erst 2014 angehoben worden. Problematisch ist, dass sich Handballer nun den TSV als günstigsten Stammverein aussuchen und dort beitreten könnten, um in der HSG für weniger Beitrag Handball zu spielen.

Anders die Vorzeichen beim VfL Bad Nenndorf: Dieses Jahr soll ein Handball-Sonderbeitrag kein Thema sein. Mit seinen rund 1900 Mitgliedern verfügt der VfL, der in 2015 seine Beiträge erhöht hatte, auch über ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Zudem ist der Basis-Beitrag um einiges höher, sodass niemand auf die Idee käme, nur deshalb beim VfL anzuheuern, um in der HSG spielen zu können. gus

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