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„Hinteres Hohefeld" sorgt für Diskussionen

Anderen „die Einwohner wegnehmen“ „Hinteres Hohefeld" sorgt für Diskussionen

Bevölkerungsrückgang mithilfe von neuen Baugebieten stoppen: Ob das so funktioniert, darüber sind die Meinungen im Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf auseinandergegangen. Konkret ging es um die Pläne, auf der Fläche hinter dem „Vorderen Hohefeld“, also dem „Hinteren Hohefeld“, ein neues Wohngebiet einzurichten.

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Samtgemeinde Nenndorf. Eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans befürworteten die Ausschussmitglieder schließlich bei sechs Ja-Stimmen und drei Enthaltungen.
Bevor irgendwo neues Bauland ausgewiesen wird, muss zuvor untersucht werden, ob entsprechender Bedarf besteht.

Der Studie des Büros Reinold zufolge könnte ein Baugebiet wie das „Hintere Hohefeld“ den zu erwartenden Bevölkerungsrückgang – als Folge des demografischen Wandels – in Nenndorf nicht nur aufhalten, sondern sogar einen Zuwachs von 1,5 Prozent für die Kurstadt in den nächsten zehn Jahren bewirken.
Bernd Zimmermann (WGN) konnte den Schluss, aus einem Bevölkerungsrückgang einen Flächenbedarf abzuleiten, nicht nachvollziehen. Denn wenn Häuser, Wohnungen oder Plätze in Seniorenheimen durch Umzug oder Tod des Bewohners frei werden, seien Vermieter, Erben und Betreiber ja darum bemüht, diesen freien Platz wieder zu füllen. Durch neue Bauflächen außerhalb „bekommen wir vielleicht ein paar Zuzüge“, auf lange Sicht würde das aber das Problem innerstädtischer Leerstände verschärfen. „Da sollten wir vielleicht noch einmal einen Schritt zurücktreten.“
Auch Wolfgang Lehrke (SPD) zeigte sich skeptisch und unterstützte die Einwände Zimmermanns. Das Argument von Planer Matthias Reinold, dass Leerstände und Fluktuation nötig seien, um letztlich Zuwachs zu erreichen, ließ er so nicht gelten. „Wo kommen denn diese Menschen her, mit denen Sie den Rückgang kompensieren wollen?“, wollte er wissen. Doch wohl aus den umliegenden Regionen, „denen wir dann die Einwohner wegnehmen“. In Anbetracht der allgemein zurückgehenden Bevölkerungszahl frage er sich, „ob das der richtige Weg ist“ oder ob man nicht lieber versuchen sollte, die anstehende Entwicklung sinnvoll mitzugehen.
Kommunen stünden immer im Konkurrenzkampf miteinander, gestand Reinold zu. Am Ende entschieden die Bürger, wo es sie hinziehe. Und mit dem neuen Baugebiet „haben wir gute Karten“. Das unterstrich auch Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt. Ein Baugebiet in einer solchen Lage, mit Nähe zum Bahnhof, zu Kitas und Schulen, suche in der Umgebung seinesgleichen. Er erinnerte zudem noch einmal daran, dass die Samtgemeinde Nenndorf zu den wenigen gehöre, die in den vergangenen Jahren sogar noch gewachsen sei.
Karl Walter Brüggenwirth stellte abschließend noch die Frage in den Raum, ob es nicht noch andere Möglichkeiten für Bauland gebe als eine derart ertragreiche Ackerfläche. kle

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