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Hort schlägt Ganztagsschule

Samtgemeinde Nenndorf Hort schlägt Ganztagsschule

Die Verwaltung erarbeitet derzeit ein neues Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung in Nenndorf. Anlass war ein Antrag der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2014. Kernpunkt ist die nachhaltige Weiterentwicklung der bestehenden Angebote.

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Samtgemeinde Nenndorf. Über den aktuellen Stand der Planungen hat Ordnungsamtsleiter André Lutz bei einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Jugendausschuss berichtet. Bei der Erarbeitung des Konzepts steht die Verwaltung in engem Kontakt zu den Vertretern von Kitas, Krippen, Ganztagsschulen und Horten.

Udo Husmann (SPD), Vorsitzender des Schulausschusses, lobte das Konzept und die detaillierte Ausarbeitung. Vor allem sei es sinnvoll, wie vorgeschlagen, Krippen als eigenständige Einrichtungen zu sehen und möglichst auf gemischte Gruppen mit älteren Kindern zu verzichten. Generelle Höchstzahlen von 25 Kindern je Kindergartengruppe soll es zukünftig zudem nicht mehr geben. Stattdessen „wird sich die maximale Auslastung einer Gruppe an der Zusammensetzung und dem individuellen Förderbedarf der Kinder ausrichten“, so das Vorhaben.

Unter anderem sind in dem Konzept auch zusätzliche Stunden für Vertretungskräfte vorgesehen, „da haben die Kitas schon aufgeatmet“, berichtete Lutz. Alles Weitere soll sich im Laufe der weiteren Planung ergeben. Denn die „personelle Unterbesetzung in den Kitas ist seit Jahren ein konkretes Problem“. Nach aktuellen Berechnungen besteht an den Nenndorfer Kindergärten ein nicht gedeckter Bedarf an „Springerstunden“ von rund 65. „Möglicherweise kann durch eine bessere personelle Ausstattung der Krankenstand langfristig entspannt werden“, so der Vorschlag. „Ein zusätzlicher Bedarf von 40 bis 50 Stunden ist jedoch unübersehbar und sollte kurzfristig erfüllt werden.“

Bei den Schulkindern soll ein besonderes Augenmerk auf eine engere Verzahnung der bestehenden Angebote in den Horten und den Ganztagsschulen gelegt und vor allem die Nachmittagsbetreuung an den Schulen verbessert werden. Beim Vergleich der bestehenden Angebote werde deutlich, dass bislang die Ganztagsschule „mit der Hortbetreuung in keinster Weise Schritt halten kann“. Erstgenannte biete weitgehend lediglich eine Beaufsichtigung der Kinder, „eine gezielt pädagogische Arbeit findet grundsätzlich nicht statt“. Vielfach fehlten auch die räumlichen und personellen Kapazitäten.

Der Angabe, dass die Hausaufgaben grundsätzlich ohne Anleitung gemacht werden müssten, widersprach Anica Wilhelm-Machule von der Berlin-Schule aber entschieden. Auch im Ausschuss waren einige Politiker der Ansicht, dass die Ganztagsschule so schlecht nicht sei und mit Sicherheit besser als ihr Ruf. Eine engere Verknüpfung beider Angebote stieß jedoch auf ein positives Echo – zumal „die Samtgemeinde durch den Betrieb der Horte und die Beteiligung an der Ganztagsschule eine finanzielle Doppelbelastung für die Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder“ wuppen muss und sich viele Eltern ein erweitertes Ganztagsangebot wünschen. kle

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