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Hunde an die kurze Leine

Nachbesserung der Friedhofssatzung Hunde an die kurze Leine

Siegfried Kreft hat in der jüngsten Sitzung des Behinderten- und Seniorenbeirats darauf hingewiesen, dass die Erlaubnis, Hunde wieder auf die Friedhöfe der Samtgemeinde zu lassen, einen Haken hat.

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Samtgemeinde Nenndorf. Heutzutage seien Hundeleinen häufig zehn Meter lang oder noch länger. Dies könne dazu führen, dass Vierbeiner auf fremden Gräbern herumlaufen – oder schlimmeres tun – während Angehörige Blumen gießen oder Unkraut jäten.

Zudem seien lange Leinen potenzielle Stolperfallen – was sich auch an der breiten Kurpromenade zeige. Dort, so Kreft sei häufig zu beobachten, dass Hunde eine Leine quer über nahezu die gesamte Breite der Flaniermeile ziehen – und dass Herrchen und Frauchen dies nicht unterbinden.

Volker Riehs sprach sich dafür aus, dass in die Friedhofssatzung der Begriff „kurze Leine“ aufgenommen wird. Edeltraut Benthin plädierte zudem für Hundebeutelspender, damit Friedhofsbesucher den Kot ihrer Tiere entfernen können. Beide Anregungen will der Beirat an die Verwaltung herantragen.

Die Satzung war erst im Dezember geändert worden (wir berichteten). Der Samtgemeinderat hatte seinerzeit dafür votiert, Hunde auf Friedhöfen wieder zuzulassen. In dem Regelwerk wurden darüber hinaus Maße für Gräber und Grabschmuck modifiziert.

In der neuen Friedhofssatzung gibt es möglicherweise auch noch ein Schlupfloch: Der Vorsitzende des Behinderten- und Seniorenbeirats, Klaus-Dieter Salzbrunn, erklärte, dass für künstlerisch hochwertige Grabsteine grundsätzlich Ausnahmen gelten. Er wisse dies, weil er früher als Steinmetz gearbeitet habe.

Bei der Frage, ob etwas als „künstlerisch wertvoll“ eingestuft wird, gelte ein Ermessensspielraum, so Salzbrunn. Ob solcher Spielraum auch für die Nenndorfer Friedhöfe gilt, sei allerdings noch zu klären. „Ich vermute es“, so Salzbrunn. gus

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