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Im Deister wird gewildert

Nenndorf / Rodenberg / Wilderer Im Deister wird gewildert

Im Deister wird gewildert: Mehrere Fälle von Skelett- und Schädelfunden lassen diesen Schluss zu. Jagdpächter, Förster und die Polizei vor allem im westlichen und südlichen Bereich des Deisters sind alarmiert. Im Schaumburger Gebiet gibt es hingegen keine Probleme mit Wilderern.

Nenndorf/Rodenberg (mm, kcg). Dass ein Wilddieb im Deister sein Unwesen treibt, ist durch den Fund eines Hirsches im Wolfstal bei Springe klar geworden. Dem Hirschkadaver war der Kopf abgetrennt worden. Die zuständige Polizei in Bad Münder hat den Fall aufgenommen. Polizeihauptkommissar Jürgen Becker und der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Jürgen Keller, haben bislang aber keinen Anhaltspunkt gefunden, der auf die Täter schließen lässt.

Im Polizeikommissariat in Springe wertet Wolfgang Rohrmann weitere Spuren aus. Mindestens zehn Skelett- und Schädelfunde ließen auf Fälle von Wilderei schließen, sagt Rohrmann. Der Beamte ist Wildsachbearbeiter in der Region Hannover. Die Funde waren überwiegend von Jägern im Bereich des Staatlichen Forstamtes Saupark gemacht worden, die nach den Abwurfstangen der Hirsche schauen. Diese Zackel geben Aufschluss über Bestand und Gesundheit der Tiere. Der Rothirsch ist die größte heimische Wildart. Im Deister leben die meisten dieser großen Wiederkäuer auf der ruhigeren Südwest- und Westseite.

Im Nenndorfer und Rodenberger Teil des Deisters gibt es hingegen keine Probleme mit Wilderern. Nach Auskunft von Polizeihauptkommissar Gerhard Böttcher müssen die Beamten des Bad Nenndorfer Polizeikommissariats aktuell keine Fälle im Zusammenhang mit Wilderei bearbeiten. Das bestätigt auch Ralph Weidner von der Revierförsterei Lauenau. „Bei uns ist Ruhe.“ Der jüngste Fall sei bereits vor mehreren Jahren passiert.

Ralf Schickhaus, Vorsitzender des Rotwildringes Großer Deister und Betriebsleiter der Kniggeschen Forstverwaltung, dem zweitgrößten Waldbesitzer am Deister, bittet Waldbesucher um Aufmerksamkeit. Ungewöhnliche Beobachtungen sollten unverzüglich weitergegeben werden. Wilderei sei heutzutage eigentlich kein Thema mehr. Im Deister habe es in der Vergangenheit aber immer wieder solche Fälle gegeben.

Über die Motive der Täter kann nur spekuliert werden: Trophäen, Fleisch oder nur die Lust am Töten. Sogar über Banden wird spekuliert, die nachts unterwegs sind.

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