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In den Ferien fehlen 136 Betreuungsplätze

Samtgemeinde Nenndorf / Elternrat In den Ferien fehlen 136 Betreuungsplätze

Der Samtgemeinde-Elternrat (SER) der Kindertagesstätten hat eine Umfrage unter Müttern und Vätern ausgewertet und dabei festgestellt, dass das Betreuungsangebot für Grundschüler in den Ferien den Bedarf bei Weitem nicht abdeckt.

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Das Betreuungsangebot für Grundschüler deckt nicht den Bedarf.

Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Nenndorf. Samtgemeinde Nenndorf. 750 Fragebögen hatte der SER versandt, 260 kamen ausgefüllt zurück. Die Quote von gut 35 Prozent ist beachtlich, zumal die SER-Vorstandsmitglieder Birgit Wehrhahn und Michaela Neumann in ihrer Auswertung davon ausgehen, dass sich Eltern, die keine Ferienbetreuung benötigen, gar nicht erst die Mühe machen, die Fragen zu beantworten und zurückzuschicken.

Den Bedarf melden zudem ausschließlich Eltern an, deren Kinder nicht im Hort (Nachmittagsbetreuung für Grundschüler) untergebracht sind. Der Hort mit 50 Plätzen in Bad Nenndorf und 20 in Haste bietet für die Sommerferien immerhin eine dreiwöchige Beaufsichtigung an.

99 der 260 Eltern, die geantwortet haben, haben laut Umfrage zusätzlichen Bedarf an Betreuung in den Sommerferien – und zwar für 136 Schulkinder. Es gibt aber lediglich 15 Ferienplätze im Jugendzentrum Bad Nenndorf. Demnach fehlen 121 Betreuungsplätze für Nenndorfer Grundschüler.

Allein auf den Grundschulstandort Bad Nenndorf bezogen, haben 57 Eltern Bedarf an Schulferienbetreuung für 77 Kinder angezeigt. Zusätzlich zu den 15 Juz-Plätzen fehlen also 62 – obwohl die 50 Hortkinder ja bereits teilweise versorgt sind.

Ebenso prekär ist die Lage im Einzugsbereich der Grundschule Haste. 59 Schüler müssten dort in den Ferien zusätzlich zum Hort mit seinen 20 Plätzen betreut werden, um sämtliche Elternwünsche zu erfüllen. Auch in den Osterferien besteht Bedarf: 61 zu betreuende Kinder hat die Umfrage ergeben. 38 Betreuungswünsche liegen im Bereich Haste für die Osterferien vor.

Die meisten Kinder – 60 in Bad Nenndorf, 55 in Haste – sollen laut Elternwunsch im Sommer mindestens drei Wochen oder sogar länger betreut werden. Für diese Schüler kommt das Juz nicht infrage, weil dort die Ferienunterbringung nur mit einer Dauer von zwei Wochen angesetzt ist.

Uhrzeitlich wünscht sich die Hälfte der Eltern eine Aufsicht ihrer Kinder bis 15 Uhr, doch auch Endzeiten um 16 Uhr und später werden laut Umfrage benötigt. Dies entspricht dem Angebot der beiden Horte: In Haste dauert die Hortbetreuung bis 17 Uhr, in Bad Nenndorf bis 16.30 Uhr.

Der SER bringt angesichts des Nachfrage-Verhältnisses von etwa 60:40 zwischen den Standorten Bad Nenndorf und Haste die Einrichtung eines Ferienbetreuungsangebots an beiden Schulen ins Spiel. Darüber hinaus sei es sinnvoll zu prüfen, ob es organisatorisch machbar ist, Schüler aus den umliegenden Orten zu einer Ferienbetreuung nach Bad Nenndorf zu transportieren. Beispielsweise per Bürgerbus.

Die Schulferienbetreuung ist eine freiwillige Aufgabe der Kommunen. Dasselbe gilt für den Hort. Die Plätze im Hort bezahlen die Eltern zwar per Monatsbeitrag mit, dennoch müssen die Kommunen pro Platz einen erheblichen Zuschuss leisten. gus

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