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Jugendbeirat kommt im Sommer

Bereits acht Interessenten Jugendbeirat kommt im Sommer

Ausreichend Kandidaten für einen Jugendbeirat hat die Samtgemeinde Nenndorf bereits – zusätzliche Interessierte sind aber weiterhin willkommen. Das seit einigen Monaten diskutierte Gremium könnte bereits zu den Sommerferien seine Arbeit aufnehmen.

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Die Halfpipe ist ein mögliches Thema für den Jugendbeirat.

Quelle: gus

Samtgemeinde Nenndorf. Dies ist das Ergebnis eines Vorbereitungstreffens in dieser Woche. Bendix Bock und Jannik Balke aus Ohndorf, Tom Schmidt und Alina Schmidt aus Bad Nenndorf, Lea-Kendra Husmann aus Hohnhorst und Line Wildhagen aus Haste waren zu dem Treffen gekommen. Zwei weitere Interessenten waren terminlich verhindert. Zuvor hatte die Samtgemeinde in dieser Zeitung und in den sozialen Netzwerken für den Beirat geworben.

Jung-Politiker sollen assistieren

Alina Schmidt hatte die Idee eines Jugendbeirats vor etwa zwei Jahren gegenüber dem jetzigen Samtgemeindebürgermeister, Mike Schmidt, angesprochen. Dieser war mit der jetzigen Resonanz zufrieden, auch weil mehrere Orte und nicht nur die Kurstadt vertreten waren. Aus allen Gemeinden außer Suthfeld waren Interessenten dabei.

Dennis Grages (SPD) und Fabian Heine (CDU) sollen den Beirat begleiten, weil sie sich in der politischen Landschaft bereits gut auskennen. Dies wird auch helfen, wenn beispielsweise Anträge zu bestimmten Vorhaben zu formulieren und korrekt einzureichen sind. Die Begleitung durch zwei junge Politiker ist Schmidt zufolge ein bewusst gewählter Unterschied zum seinerzeit gescheiterten Experiment eines Jugendparlaments.

Die Satzung des Beirats ist bereits formuliert worden. André Lutz, Leiter des Amtes für Bildung und Soziales, betonte, dass das Regelwerk nicht allzu strikt gehalten wurde, um dem Gremium möglichst viel Gestaltungsfreiraum zu ermöglichen. Denn der Beirat soll sich möglichst um alle Themen kümmern können, die für junge Menschen von Interesse sind.
Die Mitglieder können zwischen 14 und 24 Jahre alt sein. Auch Nenndorfer, die mittlerweile nur noch ihren zweiten Wohnsitz innerhalb der Samtgemeinde haben, können theoretisch mitwirken.

Juz für Treffen und Sitzungen

Eine Wahlversammlung, bei der der Beirat personell besetzt wird, soll es noch vor den Sommerferien geben. Wahlberechtigt sind dabei alle Nenndorfer zwischen 14 und 24 Jahren. Wie es danach weitergeht und in welchen Zeiträumen sich die Jugendlichen treffen, bleibt ihnen überlassen. Der Leiter des Jugendzentrums (Juz), Moran Dzang, bot dem Beiratskandidaten an, später das Juz für Treffen und Sitzungen zu nutzen.

Sieben Mitglieder soll der Beirat haben, mindestens müssen es fünf sein, wobei Kandidaten, die nicht in das Gremium gewählt werden, auch als Beisitzer mitarbeiten können, sodass sie nicht „nach Hause geschickt“ werden, wie es Mike Schmidt formulierte. Fachlich wird der Jugendbeirat – wie der Seniorenbeirat auch – dem Jugendausschuss der Samtgemeinde angegliedert. Die Wahlperiode erstreckt sich auf drei Jahre.

Kiosk am Bahnhof könnte Thema sein

Mögliche Themen, bei denen sich das neue Gremium einschalten kann, sind in Schmidts Augen die Nachnutzung der Halfpipe nach dem Bau der Skateranlage und das Freibad, das sich manche Nenndorfer wünschen. Wobei Schmidt einschränkte, er plane für diesen Sommer eine Alternative, und zwar den bereits viel diskutierten Shuttle-Service zum Rodenberger Freibad.
Alina Schmidt sagte, sie wünsche sich „als passionierte Bahnfahrerin“ einen kleinen Kiosk am Bad Nenndorfer Bahnhof. Außerdem bemängelte sie, dass es dort keine öffentliche Toilette gibt. Die Initiatorin plädierte auch für mehr politische Aufklärung mit Blick auf die Neonazi-Aufmärsche. Bendix Bock regte an, Jugendlichen Fahrten zum Bundestag anzubieten. gus

Bisherige Anläufe gescheitert

Der bislang letzte Versuch, eine Interessenvertretung der Jugendlichen in der Samtgemeinde Nenndorf zu installieren, scheiterte im Jahr 2010 am mangelnden Interesse der Zielgruppe. Allerdings wurden damals auch mindestens elf junge Menschen gesucht, weil so viele Mandate zu vergeben waren – und nur sechs Interessenten hatten sich im Rathaus gemeldet. Der Begriff lautete seinerzeit noch Jugendparlament, die Bewerber durften nicht älter als 18 Jahre sein. Nachdem die Wahl im März 2010 abgesagt worden war, hieß es seitens der Kritiker, dass zu wenig Unterstützung von erwachsenen Politiker gekommen war. Allerdings befand sich Nenndorf damit in guter Gesellschaft: Nur zwei Monaten später fiel auch die Wahl des Jugendparlamentes in Rodenberg aus. Der Grund: Die Arbeit des 2008 noch erfolgreich gewählten Gremiums war bald nach dem Start eingeschlafen. gus

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