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Kritik an Rehrener Projekt

Bedrohung der Gastronomie Kritik an Rehrener Projekt

Ganz konkret hat sich Klaus Pittack junior bei der Hauptversammlung des Kreisverbandes Schaumburg beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gegen das geplante Gemeinschaftshaus in Rehren ausgesprochen. Erst kürzlich hatte der Rat der Gemeinde Hohnhorst das Grundkonzept abgesegnet.

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In Dorfgemeinschaftshäusern sieht die Dehoga eine Konkurrenz für die örtliche Gastronomie.

Quelle: göt

Rehren/Nenndorf. Konkurrenz in Form von Lieferdiensten und Fast-Food-Ketten, das Rauchverbot und die höhere Mehrwertsteuer gegenüber anderen lebensmittelverarbeitenden Betrieben – es gibt viele Faktoren, die Gastronomen Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Ein Dorn im Auge sind den Gastwirten scheinbar auch Dorffeste und Dorfgemeinschaftshäuser.

„Gemeinschaftshäuser bedrohen die Gastronomie“

„Immer neue Dorffeste, Backvereine und Dorfgemeinschaftshäuser bereiten mit finanzieller Hilfe der Gemeindekassen den ansässigen Wirten Konkurrenz“, ist auf den Vortragsfolien zu lesen. Überschrieben war das von Pittack präsentierte Papier mit dem Ausspruch „Gemeinschaftshäuser bedrohen die Gastronomie“.

Der stellvertretende Vorsitzende des Dehoga-Kreisverbandes regte an, statt Gemeinschaftshäuser zu finanzieren, den Wirten eine Investitionszulage zu geben. Dies wäre im Vergleich zur Unterstützung von Gemeinschaftshäusern ein geringerer Teil an Steuergeldern, gleichzeitig würden Arbeitsplätze erhalten bleiben und wiederum steuerpflichtige Umsätze generiert werden.

„Gaststätten sind Kulturgut und tragen erheblich zur Attraktivität eines Ortes bei“, heißt es in der Präsentation weiter. Was der Verlust für den Bürger bedeutet, sei täglich spürbar, wenn Bürger in ihrem Ort einen Bäcker, Schlachter oder Tante-Emma-Läden vermissen.

Projekt in Rehren laut Schmidt unbedenklich

Für dieses Anliegen hat Hohnhorsts Gemeindedirektor Mike Schmidt Verständnis –  schließlich sei er selbst ein „Kind der Gastronomie“. Als „kontraproduktiv“ bezeichnet Schmidt somit auch nur die Entstehung von Dorfgemeinschaftshäusern in Orten, in denen es noch eine funktionierende Gaststätte mit großem Saal gibt.

„In Hohnhorst gibt es keinen Gaststättenbetrieb mehr“, so Schmidt. Damit existiere auch keine Möglichkeit für die Bürger, in ihrer Gemeinde im größeren Stil zu feiern. Schmidt bewertet das geplante Dorfgemeinschaftshaus deshalb als „unbedenklich“, weil es keiner Gastronomie im Ort Konkurrenz macht.

In die konkurrierende Kategorie von Einrichtungen, die Gasthäuser bedrohen könnten, fallen in der Samtgemeinde Nenndorf auch diverse Sportheime, das Mehrgenerationenhaus „Vereinsheim“, die Alte Schule Ohndorf und das Bürgerhaus in Haste, wo Gruppen sich selbst verpflegen können und zumindest einen Tresen samt Zapfanlage vorfinden.

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