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Kunkel Gerüste stehen in der ganzen Welt

Bürgermeister besucht Betriebe Kunkel Gerüste stehen in der ganzen Welt

Der Samtgemeindebürgermeister lässt sich in dieser Woche kaum im Büro blicken. Der Grund ist aber nicht etwa, dass Mike Schmidt beruflich kürzer tritt - vielmehr besucht er binnen fünf Tagen 38 Betriebe innerhalb der Samtgemeinde und löst ein weiteres Wahlversprechen ein.

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Wilhelm Kunkel (links) spricht mit Samtgemeindebürgereister Mike Schmidt über die Pläne der Gerüstbaufirma.

Quelle: gus

Samtgemeinde Nenndorf. Schmidt hatte eine engere Verbindung zum örtlichen Gewerbe als ein vorrangiges Ziel ausgegeben. Ein Negativbeispiel sei das Abwandern einer Traditionsfirma aus der Gehrenbreite gewesen, das von der Stadt Bad Nenndorf seinerzeit zu wenig Unterstützung bekommen hatte. „So etwas soll nicht noch einmal vorkommen“, betonte Schmidt gegenüber Wilhelm und Andreas Kunkel vom gleichnamigen Gerüstbauer. Beiden legte der Stadtdirektor nahe, sich an ihn zu wenden, wenn es Probleme gibt oder „unbürokratische Hilfe“ gewünscht ist.

Kunkel ist einer der größten Betriebe, die Schmidt in seinem eng gestrickten Terminplan stehen hat. Die Palette reicht vom Lebensmittelmarkt bis zur Boutique in der Kurstadt, vom Elektriker in den Nordgemeinden bis zum Ferkelzüchter in Riehe. Überall informiert sich Schmidt über Arbeitsfelder und Historie der Unternehmen und fragt nach Plänen für die Zukunft. Und nach der Zufriedenheit mit dem aktuellen Standort.

Die ist groß bei Gerüstbau Kunkel. Als einen Hauptgrund nennt Geschäftsführer Andreas Kunkel die Nähe zur Autobahn. Denn die meisten Aufträge erledigt das Unternehmen außerhalb der Heimatregion. Ein Schwerpunkt ist Berlin. „Wenn am Bundestag ein Gerüst steht, stammt es aus Bad Nenndorf“, sagte Schmidt. Wilhelm Kunkel bestätigte: Der Bundestag ordert Gerüste grundsätzlich in dem vor 50 Jahren von ihm gegründeten Betrieb.

Weil auch das Auswärtige Amt Kunkel das Vertrauen schenkt, stehen die Gerüste aus der Rotrehre in Ländern wie dem Kongo, China und der Türkei, wenn dort Botschaftsgebäude repariert, renoviert oder neu errichtet werden müssen. In der kommenden Woche baut Kunkel beispielsweise ein Gerüst an der deutschen Botschaft in Stockholm ab.

Das Einzige, was die Firma derzeit plagt, ist Platznot. Kunkel würde gern expandieren, doch dazu fehlt eine geeignete Fläche. Auch Preise von Nachbargrundstücken seien ein Problem. Schmidt sagte zu, dies auf dem Radar zu behalten. Möglicherweise gebe es bald stadteigene Flächen ganz in der Nähe, die sich für Kunkels Pläne eignen könnten.

Dass der höchste Verwaltungsvertreter der Samtgemeinde bei den Unternehmen gern gesehen ist, lässt sich an den 38 Einträgen im Terminkalender ablesen. Die Liste sei umgehend voll gewesen. Dies kann auch daran liegen, dass Schmidt Neuland betritt. Bei Kunkel beispielsweise ist vor ihm noch kein Samtgemeindebürgermeister oder Samtgemeindedirektor zu Besuch gewesen. gus

DRK sucht neuen Standort für Shop und Tafel

Nicht nur produzierendes Gewerbe und Händler stehen auf der Besuchsliste der Gewerbewoche. Auch Dienstleister wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat der Samtgemeindebürgermeister berücksichtigt. Die Sozialstation an der Brunnenstraße besuchte Schmidt am Dienstag.
Diese ist aber nur eines von vier Standbeinen des DRK in der Kurstadt: Es gibt außerdem den ehrenamtlichen Ortsverein, den DRK-Kleidershop und die Tafel. Für Shop und Tafel sucht das Rote Kreuz nach Worten von Geschäftsführer Bernd Koller neue Räume. Beide Einrichtungen sollen nach Möglichkeit zusammengelegt werden. Schmidt sagte zu, sich nach einer geeigneten Immobilie umzuhören.
Die Sozialstation samt Begegnungsstätte soll aber an der Brunnenstraße bleiben. Von dort aus betreuen 40 Mitarbeiter 151 Klienten, wobei 21 davon in Stadthagen betreut werden. Die DRK-Sozialstation in der Kreisstadt wird von Bad Nenndorf aus mitgesteuert. Wie alle Pflegeeinrichtungen leidet auch der ambulante DRK-Dienst unter Fachkräftemangel, wie Teamleiterin Regina Preuß erklärte.
38 Betriebe in fünf Tagen – da wird sich Schmidt kaum jedes Detail merken können. Doch ihm ging es auch darum, dass die Betriebsleiter den Verwaltungschef einmal persönlich kennenlernen. gus

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