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Lärm für die Kurstadt

Bahntrasse Lärm für die Kurstadt

Äußerst unzufrieden sind die Mitglieder der Bürgerinitiative „Mit Masse gegen die Trasse“ mit dem bisher Erreichten. Noch immer herrsche absolute Unklarheit, wie die Bahntrasse im Raum Nenndorf ausgebaut wird.

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Quelle: pr.

Samtgemeinde Nenndorf. Vom Kreishaus bis zum Bundestag seien Vorstandsmitglieder gelaufen, überall auch auf offene Ohren gestoßen. Doch ob es einen trassennahen Ausbau oder einen Neubau zwischen Suthfeld und Hohnhorst geben wird, sei ach wie vor offen. Eindeutiges BI-Ziel bleibt die trassennahe Variante, betonte Schatzmeisterin Hilke Hoffmann. Einziger Vorteil eines Neubaus wäre, dass Verbesserungen für den Nahverkehr möglich würden.

Ein Problem wäre im Falle eines trassennahen Zusatzgleises der Lärmschutz. Hoffmann erwähnte die Möglichkeit, einen Trog zu bauen, sodass die Züge auf einem tieferen Niveau durch die Siedlungen rollten – den meisten Lärm erzeugen beim Zugverkehr die Räder.

 Wobei Wände nicht zwingend nur ein Segen sind. Bereits jetzt gibt es Hösl zufolge Klagen darüber, dass die zuletzt bei Hohnhorst errichteten Lärmschutzkonstrukte den Schall in andere Bereiche reflektieren. Die Vorsitzende Katrin Hösl geht davon aus, dass ein ähnlicher Effekt an einem neuen, trassenfernen Gleis entstünden. „Dann würde der Lärm vielleicht auch nach Bad Nenndorf geworfen“, mutmaßte sie. Dies wisse in der Kurstadt nur noch niemand. Bernhard Loewa pflichtete bei: Kommt eine neue Trasse, „dann wird es laut in Bad Nenndorf“, sagte er.

Angestrebt ist nun ein Dialogforum mit Vertretern von BIs, Bahn, Naturschutzorganisationen und Kommunen. Dabei handle es sich um ein freiwilliges Angebot der Planer. Daran knüpft die Nenndorfer BI große Hoffnungen. „Wenn wir uns durchsetzen können, kriegen wir vielleicht keine neue Strecke“, sagte Hoffmann.

Nach ihren Informationen hat der Bund bereits zwei neue Varianten für den Streckenausbau im Blick: Eine Trassen entlang der Autobahn 2 und eine am Mittellandkanal. Damit könne die Bahn die gewünschten Reisezeitgewinne erreichen und müsste keine neuen Schneisen ins Land treiben. Diese Zeitgewinne sind das maßgebliche Kriterium für die Schienenprojekte im Bundesverkehrswegeplan. Dieser soll im Januar 2017 endgültig beschlossen werden.

Gegründet wurde aich eine Interessengruppe namens Cosinus mit anderen BIs. Loewa betonte, dass sämtliche Ausbauprojekte die Kriterien Menschenfreundlichkeit, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit erfüllen müssen. Dies tue der Verkehrswegeplan aber nicht. „Auf diese Kriterien können wir uns berufen“, so Loewa. Innerhalb der IG Cosinus sei eine einheitliche Zielrichtung zu verabreden, um im Dialogforum möglichst pointiert argumentieren zu können. gus

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