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Mehr Einbrüche und mehr Diebstähle

Kriminalitätsstatistik 2014 Mehr Einbrüche und mehr Diebstähle

Die Zahl der Straftaten ist laut Kriminalitätsstatistik 2014 in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg deutlich gestiegen – dies hängt vor allem mit Vorfällen beim Neonazi-Aufmarsch zusammen.

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist gegenüber 2013 von 55 auf 73 gestiegen.

Quelle: pr.

Nenndorf/Rodenberg (gus). Abseits davon haben es die Ermittler auch mit zunehmenden Betrugsfällen sowie Einbruch- und Diebstahldelikten zu tun.

 2645 Straftaten waren es insgesamt, im Vorjahr nur 2018. Doch gut 600 der 2014er-Fälle sind Verstöße gegen das Versammlungsrecht beim Nazi-Aufmarsch 2013, die erst im vergangenen Jahr in der Statistik erfasst wurden. Da weitere Straftaten auf der A2, auf dem Mittellandkanal und an den Bahnstrecken zwar in das Gesamtzahlenwerk fallen, aber von anderen Ermittlungsstellen verfolgt werden, ist die Zahl der Straftaten, die die in Nenndorf und Rodenberg stationierten Beamten zu klären hatten, sogar von 1835 auf 1717 gesunken.

Vermögens- und Fälschungsdelikte:

 Dieser Bereich umfasst vor allem Internetbetrügereien, aber auch Haustür-Kriminalität wie Enkel-Trick und Ähnliches. 741 Fälle standen 2014 insgesamt zu Buche – im Jahr zuvor waren es nur 506 gewesen. Im Internet-Sektor schnellte die Zahl von 164 auf 359. Im Internet handelt es sich meist um Betrugsgeschäfte, bei denen ein Anbieter trotz Bezahlung keine oder minderwertige Ware zusandte.

 Der Anstieg hängt unter anderem damit zusammen, dass ein gewerblicher Internetbetrüger im Bereich des Kommissariats aufgeflogen war. Immerhin liegt die Aufklärungsquote bei rund 91 Prozent. Doch Heidrun Schäfer, Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, betont, dass die Aufklärungen noch längst nicht bedeuten, dass alle Geschädigten ihr Geld zurückbekommen. Grundsätzlich sei Vorsicht geboten, wenn im Internet wertvolle Ware billig offeriert werde.

Wohnungseinbrüche:

 Auch hier ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 55 auf 73 zu verzeichnen. Schwierig ist nach Einschätzung des Kommissariatsleiters Michael Andreas Meier eine Einteilung der Täter in Banden und Ortsansässige. Zwar sei die A2 nach wie vor eine Einflugschneise für Einbrecher und Diebe, doch es gebe auch in Nenndorf und Rodenberg „nicht nur weiße Schäfchen“. Die Aufklärungsquote liegt bei 23,3 Prozent und damit in etwa im Landesdurchschnitt. Mindestens 30 der Einbrüche wurden zwischen 6 und 21 Uhr begangen.

Autoaufbrüche:

 Aus parkenden Autos wurde 95-mal etwas gestohlen, der Vorjahreswert betrug 97, die Aufklärungsquote liegt bei 15 Prozent. Ob Präventionsmaßnahmen greifen, ist nach Schäfers Einschätzung schwer zu beurteilen.

Fahrraddiebstähle:

 Ärgerlich findet Meier die Zahl von 125 Fahrraddiebstählen gegenüber 47 im Jahr 2013. Nachdem die Zahl dieser Delikte jahrelang rückläufig war, schoss sie nun geradezu nach oben. Über die Ursachen rätselt die Polizei. Schwerpunkte seien nach wie vor die beiden Bahnhöfe, aber auch an den beiden weiterführenden Schulen werden laut Polizei häufig Räder gestohlen.

Sonstiges:

 Die Rohheitsdelikte wie Körperverletzung sind von 179 auf 173 gesunken. Mit einer Aufklärungsquote von insgesamt 60,86 Prozent (Landesdurchschnitt 60,61 Prozent) ist Meier durchaus zufrieden. Die Polizei sei grundsätzlich auf die Hilfe der Bürger angewiesen, wachsame Nachbarn und andere Zeugen sollten sich daher immer unverzüglich an die Polizei wenden. Das Kommissariat sei rund um die Uhr erreichbar.

Verkehrsunfälle:

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle ist gestiegen: 662-mal wurde die Polizei in 2014 zu Unfällen gerufen. Die Vergleichswerte: 519 (2013) und 645 (2012). Als Unfallschwerpunkte wurden die Kreuzungen Drei-Steine, B 65/Kraterzoo, B 442/A 2-Abfahrt aus Richtung Dortmund und B 442/Rodenberger Allee ausgemacht. Steffen Arndt, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, betont, dass dies auch einem neuen Zählverfahren geschuldet sei, häufig komme es nur zu Blechschäden. Die Kreisstraße 61 bei Messenkamp ist kein Schwerpunkt mehr.
114-mal wurden Menschen bei Unfällen verletzt, insgesamt registrierte die Polizei 125 Leichtverletzte und 22 Schwerverletzte. Diese Zahlen bewegen sich im selben Bereich wie in den Vorjahren. Zwei Menschen starben, 2013 und 2012 hatte es im Gebiet des Bad Nenndorfer Kommissariats – die A 2 gehört nicht dazu – keine Verkehrstoten zu beklagen gegeben. Zwölf Unfallbeteiligte waren alkoholisiert, zwei hatten Drogen im Blut. Hoch ist die Aufklärungsquote bei den 158 Unfallfluchten, diese liegt bei 41,7 Prozent.
Bei Verkehrskontrollen erwischten die Polizisten 43 alkoholisierte Autofahrer, 2013 waren es 73 gewesen. 322 Temposünder gingen den Beamten ins Netz. 177 Autofahrer verstießen gegen die Gurtpflicht, und 88-mal wurde Autofahrern nachgewiesen, am Steuer via Handy telefoniert zu haben.

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