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Mehr Geld auch ohne Kita-Streiks

Nur wenige Gewerkschaftsmitglieder in Nenndorf Mehr Geld auch ohne Kita-Streiks

Der Kita-Streik scheint sich dem Ende zu nähern, zumindest die Arbeitsniederlegungen sind derzeit ausgesetzt. Während sich im Schaumburger Land mehrere Einrichtungen am Streik beteiligt hatten, hielten sich die Erzieher in der Samtgemeinde Nenndorf weitestgehend zurück.

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Quelle: dpa

Samtgemeinde Nenndorf. Kein kommunaler Kindergarten wurde dort während des Streiks geschlossen. Sind die Erzieher in der Samtgemeinde also zufrieden mit ihrem Arbeitgeber? Oder fehlt es etwa an gewerkschaftlicher Organisation? Bei der Suche nach Gründen für die Nicht-Beteiligung wollten die Einrichtungsleiter innerhalb der Samtgemeinde Nenndorf entweder gar keine Auskunft geben – so geschehen bei den Kitas Erlengrund Bad Nenndorf, Rehren und Haste – oder sie hielten sich zumindest bedeckt.

Johanna Behling-Wrede von der Kita Bahnhofstraße vermutet, dass die Arbeitnehmer wohl grundsätzlich mit ihrem Arbeitgeber zufrieden seien. Ulla Sommer von der Kita Hohnhorst sagt knapp: „Unsere Einrichtung ist gewerkschaftlich nicht organisiert.“ Elisabeth Bödeker, Leiterin des Kindergarten Helsinghausen, schlägt in dieselbe Kerbe: „Hier in der Samtgemeinde sind einfach wenige Leute in der Gewerkschaft.“ Sie selbst habe vor einiger Zeit Verdi aus persönlichen Gründen verlassen.

Das kann Michael Patschkowski, Verdi-Gewerkschaftssekretär für Schaumburg, bestätigen. „Tendenziell gibt es in Nenndorf eher wenig Mitglieder in der Gewerkschaft“, sagt er. Genauere Angaben könne er aus „strategischen Gründen“ nicht machen. Allerdings habe auch die Kommunikation mit dem Personalrat der kommunalen Einrichtungen nicht gut funktioniert. „Es gab beispielsweise keine Personalversammlung, bei der Verdi den Tarifkonflikt genau hätte beleuchten können.“

Eine derartige Versammlung sei einmal im Jahr üblich. „Das war in der Vergangenheit ein wenig eingeschlafen“, gibt Personalratsvorsitzender Martin Schmittke zu, seit Anfang 2014 in dieser Funktion tätig. „Aber für November ist eine Personalversammlung geplant. Und zu dieser wird auch Verdi eingeladen.“

„Da hat es früher ein paar Abstimmungsprobleme gegeben“, sagt André Lutz, Amtsleiter Bildung und Soziales. Allerdings sei es auffällig, dass sich auch bei vorangegangen Tarifkonflikten wenig Nenndorfer Erzieher an Arbeitsniederlegungen beteiligt haben. Diese Beobachtung hat auch Patschkowski gemacht. „Die Nenndorfer Erzieher sind wenig streikerfahren“, so der Gewerkschaftssekretär.

„Womöglich ist ja eine Grundzufriedenheit da, auch wenn natürlich jeder mehr Geld verdienen will“, sagt Lutz. Das würden im Übrigen auch die Nenndorfer Erzieher, die nicht gestreikt haben. „Von einer Lösung im Tarifkonflikt würden alle profitieren“, versichert Lutz. js

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