Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Menschenkette gegen die Trasse

BI: „Mit Masse gegen die Trasse“ Menschenkette gegen die Trasse

Die Bürgerinitiative (BI) „Mit Masse gegen die Trasse“ hat mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf die Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans reagiert: Etwa 70 Mitglieder demonstrierten in dem Bereich, wo die mögliche neue Bahntrasse Helsinghausen durchtrennen könnte, für ihre Belange.

Voriger Artikel
Per Umweg zum Ziel
Nächster Artikel
Nicht nur Zustimmung

Rund 70 BI-Mitglieder demonstrieren mit Plakaten, einer Planierraupe samt Anhänger und einem Kinderwagen gegen den Bundesverkehrswegeplan.

Quelle: pr

SAMTGEMEINDE NENNDORF. Der Bundesverkehrswegeplan war am vergangenen Freitag vom Bundestag beschlossen worden. Jetzt ist auch eine Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld möglich. Bis dato gab es per Gesetz nur die Möglichkeit, zwischen Haste und Bielefeld trassennah auszubauen. Genau dort, wo zwischen Helsinghausen und Kreuzriehe die neue ICE-Trasse verlaufen könnte, hat die BI zudem eine Planierraupe mit Anhänger aufgestellt. Bereitgestellt hat es Silas Eramo. „Acht Minuten sind der Hohn – für die Menschen die hier wohn‘“ steht auf dem Plakat, welches das Gespann ziert. Um zu veranschaulichen, wie viel Platz die zweigleisige Neubautrasse vereinnahmen würde, bildeten die BI-Mitglieder eine 25 Meter breite Menschenkette.

Das Schienenwegeausbaugesetz muss als einziges der Ausbaugesetze noch vom Bundesrat beschlossen werden. Das Gremium tagt am 16. Dezember. Bis dahin bleibt der BI nicht mehr viel Zeit, um abermals deutlich zu machen, dass eine Zäsur der Landschaft und die damit einhergehende Zerstörung von Flora und Fauna nicht so einfach gegen den Willen der Betroffenen durchzusetzen ist.

Interessenten schrecken vor Grundstückskauf zurück

„Um eine Fahrzeitverkürzung zwischen Hannover und Bielefeld von acht Minuten zu erreichen, damit das Bundesverkehrsministerium den sogenannten Deutschlandtakt realisieren kann, den bislang kein Politiker nur ansatzweise näher erklären konnte, scheint jede mögliche Ausbauvariante recht zu sein“, betont Suthfelds Bürgermeisterin, Katrin Hösl. Durch Zugeständnisse an einzelne Regionen werde der Druck auf die übrigen Bereiche entlang der Trasse sogar noch verstärkt. Es entstehe der Eindruck, dass die einzelnen Gemeinden und die BIs gegeneinander ausgespielt werden.

Jede Variante sei jetzt möglich: trassennah in Haste, quer durch die Samtgemeinde zwischen den Ortschaften oder gar mitten durch einzelne Gärten. „Jeder in der Samtgemeinde kann betroffen sein“, so Hösl.

Schon jetzt schreckten Interessenten von Grundstücks- oder Immobilienkäufen zurück, weil nicht vorhersehbar sei, wo die geplante ICE-Trasse verlaufen wird. Allen Beteiligten sei bewusst: Zwei neue Gleise werden gebaut. Aber die Bürger wollen bei der Entscheidung, wo gebaut wird, mitsprechen können. Und die BI legt Wert auf den bestmöglichen Lärmschutz der technisch machbar ist. Dieser werde allerdings nur bei den Neu- beziehungsweise Ausbaumaßnahmen umsetzbar sein, nicht bei Bestandsstrecken. Hier gilt es also auch, nachzubessern.

Die hiesige BI kämpft nun dafür, dass im Bundesrat noch einmal alle bereits gemachten Eingaben zu dem Projekt auf den Tisch kommen und die Bedenken der Betroffenen vor Ort beachtet werden.  gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg