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Mit Blut bedankt

Flüchtlinge spenden Mit Blut bedankt

Dass Flüchtlinge in Deutschland mit Spenden unterstützt werden, ist bekannt. Zwei aus dem Iran stammende Asylsuchende haben nun in Bad Nenndorf aus freien Stücken ebenfalls eine Spende abgegeben: eine Blutspende.

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Hossein Hatami (rechts) und Alireza Ezati zeigen ihre deutschen Blutspendeausweise.

Quelle: gus

Samtgemeinde Nenndorf. Alireza Ezati und Hossein Hatami sind bereits seit gut einem Jahr in Deutschland und wohnen derzeit in der Sammelunterkunft an der Horster Straße in Bad Nenndorf. Unter anderem über den Umsonstladen halten sie engen Kontakt zur ehemaligen Ratsfrau Rosemarie Börner. Ihr eröffneten sie den Wunsch, in Deutschland zur Blutspende gehen zu wollen. Schließlich spendeten beide auch seinerzeit in ihrer Heimat regelmäßig Blut.

Börner hielt Augen und Ohren offen, um den nächsten Termin in der Samtgemeinde nicht zu verpassen. An dem betreffenden Tag fuhr sie mit den beiden Asylsuchenden nach Riehe, wo das DRK um Blutspenden warb. Zunächst wurden Ezati und Hatami noch misstrauisch beäugt – würden sie denn den obligatorischen Fragebogen überhaupt ausfüllen können? Da beide Deutschkurse besuchen, gelang ihnen das aber mit ein wenig Mühe. „Ich habe nicht geholfen“, betont Börner.

Wegen des Glaubens verfolgt

Hatami und Ezati sind Christen. Wegen ihres Glaubens wurden sie nach eigener Aussage im Iran verfolgt. In Deutschland fühlen sie sich gut aufgenommen. Daher wollten sie etwas zurückgeben mit ihrer Blutspende, wie sie erklären. Und das wollen beide auch gern regelmäßig wiederholen, um Menschen zu helfen, die auf fremdes Blut angewiesen sind. „Beide waren stolz, dass sie auch in Deutschland einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten konnten“, so Börner. Anschließend erhielten sie ihre Blutspendepässe.

Ferner war ihre Spende sogar besonders wertvoll, denn beide haben die seltene Blutgruppe Null negativ. „Die Blutgruppen Null negativ und Null positiv sind gerade in aufkommenschwachen Zeiten sehr gefragt“, betont Tobias Lüttig, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes in Springe. Null negativ komme nur bei sechs Prozent der Deutschen vor.

Für Börner ist die Sache ein Paradebeispiel für gelebte Integration. Und ein Beispiel mit besonderer Symbolwirkung, zeigt es doch, dass letztlich alle Menschen gleich sind und sich untereinander helfen können – sofern dazu der Wille besteht. Die beiden iranischen Flüchtlinge wissen im Gegenzug auch, was sie an Börner haben. „Sie ist die Chefin von Bad Nenndorf“, sagt Hatami augenzwinkernd. gus

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