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Samtgemeinde Nenndorf Nachtbus 2.0
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Nachtbus 2.0
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00:16 06.07.2017
Mit einem Taxi kommen die Jugendlichen vom Bahnhof Wunstorf nach Hause. Quelle: Emily Wabitsch/dpa
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Denn seit Anfang Mai gelten für den Nachtbus neue Abfahrtszeiten (wir berichteten). Statt bisher um 1.30 Uhr, was vielen Jugendlichen zu früh war, fahren nun zwei „Linien“ und bringen die partyhungrigen Schaumburger, die aus der Landeshauptstadt mit der S-Bahn in Wunstorf ankommen, nach Hause. Um 2.33 und 3.43 Uhr steht jeweils ein Großraumtaxi bereit, um Ziele in der Samtgemeinde Nenndorf und Rodenberg anzufahren, dabei handelt es sich um: Haste, Hohnhorst, Helsinghausen, Kreuzriehe, Riehe, Waltringhausen, Bad Nenndorf, Rodenberg, Apelern und Lauenau. Der Clou: Mit dem Ticket für die S-Bahn kommen die Jugendlichen kostenlos mit dem Gefährt nach Hause. Bei Bedarf kann ein weiteres Taxi dazu geordert werden. Und das war in den vergangenen Wochen das ein ums andere Mal nötig.

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden“, sagt André Lutz, Allgemeiner Vertreter von Schmidt. „Wir hatten fast jeden Tag Fahrgäste und es gab keine Zwischenfälle“ freut sich der Amtsleiter für Bildung und Soziales. Auch das beteiligte Fuhrunternehmen habe positives Feedback gegeben.

„Die Zahlen bestätigen den positiven Eindruck“

Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. Allein am Wochenende des 5. und 6. Mai nutzten 32 Personen den Nachtbus, mehr als 70 Passagiere wurden im gesamten Monat von A nach B transportiert. Hauptabnehmer scheint die 2.33-Uhr-Linie zu sein, die knapp 50 Mal beansprucht wurde. 22 Mal wurde der Bus um 3.43 Uhr genutzt.

„Die Zahlen bestätigen den positiven Eindruck“, so Lutz. Man müsse bedenken, dass an der Haltestelle in Wunstorf kein Bus für 50 Leute, sondern ein Großraumtaxi für maximal sieben bis acht Personen bereitsteht. Das Angebot, dass übrigens nicht nur für Jugendliche, sondern für Personengruppe in jedem Alter offen steht, soll in jedem Fall auch nach der Anlaufphase weiter bestehen bleiben. Steigt die Zahl der Nutzer an, könne sogar über die Ausweitung der Zeiten beziehungsweise weitere Haltestellen nachgedacht werden, so Lutz. Gegenwärtig trägt 50 Prozent der Kosten der Landkreis, die andere Hälfte teilen sich die Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf. Für beide Verwaltungen bedeutet das etwa 5000 Euro pro Jahr. js

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