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Samtgemeinde Nenndorf Neue Bauamtsleiterin kommt aus Barsinghausen
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Neue Bauamtsleiterin kommt aus Barsinghausen
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00:23 29.06.2015
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Bad Nenndorf

Was hat es nicht alles an Reibereien gegeben zwischen Barsinghausen und Nenndorf: Das in der Bückethaler Landwehr geplante Fachmarktzentrum passt den Barsinghäusern nicht, die Ansiedlung des Kaufland-Logistikzentrums bei Bantorf hat hiesige Politiker erzürnt, beim Bau des neuen Autobahnrastplatzes beäugen beide Seiten kritisch, was die jeweils andere macht, und als Möbel Heinrich expandieren wollte, ließ die Nachbarstadt beinahe jedes zusätzliche Regal einzeln abzählen.

Stang hat zumindest in Teilen auch an den kritischen Stellungnahmen aus Barsinghausen mitgewirkt. Sie leitet noch bis Ende des Jahres den Fachbereich III „Planen und Bauen“ des Barsinghäuser Bauamtes. Am 1. Januar 2016 wechselt sie sozusagen die Seiten und übernimmt die Spitze des Nenndorfer Bauamtes. Doch um eine Abwerbung handelt es sich nicht, wie Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt betont.

Kampens Stelle sei öffentlich ausgeschrieben worden (wir berichteten). Und unter den „erstaunlich zahlreichen Bewerbungen“, so Schmidt, habe sich auch die Stangs befunden. Die 51-Jährige passte ins Profil, weil die Stadt eine Architektenstelle ausgeschrieben habe – Stang ist Architektin und hat bisher im Bereich Stadtentwicklung gearbeitet.

Dass Stang mit Themen der Kurstadt vertraut ist – wenn auch aus fremder Warte – hat ebenfalls nicht gegen sie gesprochen. „Ich freue mich, dass wir jemanden gefunden haben, der sich auch schon mit Nenndorfer Themen auseinandergesetzt hat“, lautet Schmidts Formulierung. Das Wichtigste sei für die Verwaltung aber gewesen, dass Stang „fit in Bauleitplanung und Stadtentwicklung“ ist. Sie sei „eine gute Verstärkung“.

Die neue Bauamts-Leiterin hat bei ihrem ersten Besuch im Nenndorfer Rathaus einen positiven Eindruck gewonnen. „Ich bin sehr höflich aufgenommen worden und freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt Stang. Ihren bisherigen Verwaltungschef, den Barsinghäuser Bürgermeister, Marc Lahmann, habe sie frühzeitig über ihre Pläne informiert. Ihre Stelle sei bereits neu ausgeschrieben worden.

Georg Robra, Erster Stadtrat in Barsinghausen, gesteht offen ein, dass es schade ist, fähiges Personal zu verlieren. Doch die Verwaltung wolle auch niemandem beim Versuch, sich anderswo weiterzuentwickeln, Steine in den Weg legen. Die Stadt Barsinghausen wünsche Stang alles Gute bei ihrer neuen Tätigkeit. Und den Knatsch zwischen beiden Kommunen findet Robra ohnehin nicht dramatisch. „Es ist normal, dass es unterschiedliche Interessen gibt“, sagt er. gus

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