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Noch keine Zulassung

Kfz-Stelle Noch keine Zulassung

Viele Projekte, die Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt für den Fall seiner Wahl versprochen hatte, sind bereits ins Rollen gekommen. Doch ob es in Bad Nenndorf tatsächlich eine Kfz-Zulassungsstelle geben wird, darf zumindest bezweifelt werden.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Nenndorf. Laut Schmidt hat es zwar bereits erste Gespräche mit dem Landkreis gegeben, diese seien aber „noch nicht zielführend gewesen“. Ein wesentlicher Faktor bei der Umsetzung ist die Frage nach der Finanzierung. Ersten Schätzungen zufolge würde die Samtgemeinde eine sechsstellige Summe in den Haushalt für den Unterhalt einer Kfz-Zulassungsstelle einplanen müssen – pro Jahr.

„Grundsätzlich bleibe ich dabei, den Service für den Bürger vor Ort anbieten zu wollen“, sagt Schmidt. Es sei nicht mehr zeitgemäß, dass „die Leute aus Haste, Bad Nenndorfer oder Rodenberg bis nach Stadthagen fahren müssen, um ein Auto anzumelden“, so Schmidt weiter. Nicht weniger als 25 Prozent der in Schaumburg zugelassenen Wagen kommen aus den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg. Das bedeute entsprechend auch eine Entlastung für die Hauptstelle in Stadthagen. Allerdings erfolge die Umsetzung der Pläne „nicht um jeden Preis“. Weiterführende Überlegungen, etwa wo die Zulassungsstelle installiert werden könnte, gebe es noch nicht.

Fest steht aber, dass die Samtgemeinde Nenndorf keine eigene Zulassungsstelle betreiben könnte. „Das können nur selbstständige Gemeinden ab einer gewissen Größe wie beispielsweise Rinteln“, erklärt Katharina Augath, die zum Zeitpunkt der Gespräche mit Schmidt vertretungsweise das Dezernat für Verkehr des Landkreises innehatte. Entsprechend bliebe nur die Möglichkeit, dass der Landkreis eine Außenstelle in Bad Nenndorf errichtet.

Die Kreisverwaltung würde sich, sollten die Kosten gedeckt sein, „dem Ansinnen nicht verschließen“, sagt Augath. Jedoch sei es „mit der Entlastung so eine Sache“. Denn die Installation einer Zweigstelle sei „sehr aufwendig und bedeutet erstmal ein Mehr an Arbeit“. Beispielsweise wäre zusätzliches Personal nötig, welches im Krankheitsfall auch noch vertreten werden müsste. Grundsätzlich hält die Kreisdezernentin den Weg nach Stadthagen für zumutbar. Augath: „Es ist ja nicht so, dass man als Bürger jeden Tag ein neues Auto zulässt.“

Um eine Kfz-Zulassungsstelle in Bad Nenndorf ist es also nicht allzu gut bestellt. Eine endgültige Entscheidung wird nach Angaben Schmidts wohl erst im nächsten Jahr fallen. js

Schwerpunkt Nordosten

Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt spricht davon, dass 25 Prozent der in Schaumburg zugelassenen Fahrzeuge aus den Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf stammen. Mit seiner Aussage hat er fast ins Schwarze getroffen – aber eben nur fast. Zum Stichtag am 10. November 2015 waren im gesamten Landkreis Schaumburg 131851 Autos zugelassen. Davon kamen 12735 Fahrzeuge aus Nenndorf und 13359 aus dem Bereich der Samtgemeinde Rodenberg, insgesamt also 26094. Prozentual gesehen sind das für Rodenberg und Nenndorf zusammen also „nur“ 19,8 Prozent.

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