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Nur zwei sitzen sicher im Sattel

Kommunalwahl Nur zwei sitzen sicher im Sattel

Die Sozialdemokraten mussten in zwei der vier Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Nenndorf ordentlich Federn lassen, während sich die CDU signifikant verbessern beziehungsweise das Niveau der vergangenen Kommunalwahl halten konnte.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Nenndorf. Bad Nenndorf: Die Niederlage in der Kurstadt wird die SPD besonders schmerzen. Insgesamt sieben Prozentpunkte haben die Genossen im Vergleich zur 2011er Wahl verloren und landeten bei 31,7 Prozent. Freude dagegen bei der CDU, die mit 33,9 Prozent an ihrem größten Konkurrenten vorbei gezogen ist. „Das ist das beste Ergebnis, das passieren konnte“, freut sich CDU-Spitzenkandidatin Marlies Matthias. Es sei Ziel der Christdemokraten gewesen, stärkste Kraft in Bad Nenndorf zu werden, „und das haben wir geschafft.“

Jetzt soll auch der Bürgermeisterposten für die CDU her. „Wir werden jetzt das Gespräch mit den Fraktionen suchen, um gemeinsame Positionen zu finden“, beschreibt Matthias ihr weiteres Vorgehen. „Nach diesem guten Ergebnis bin ich sehr optimistisch, dass ich Bürgermeisterin werden kann“, ergänzt die Spitzenkandidatin.

Noch mehr Meinungsvielfalt

Auch den Erfolg der Grünen und der FDP begrüßt Matthias. „Damit ist noch mehr Meinungsvielfalt für den Bürger gegeben“, sagt sie. Sowohl die Grünen (7,5 Prozent), die 2011 nicht angetreten waren, als auch die FDP (3,4 Prozent) sind künftig im Rat vertreten. Die WGN bleibt drittstärkste Kraft, konnte aber nur noch 20,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, 2011 waren es noch 24,8 Prozent gewesen. Gudrun Olk, Spitzenkandidatin der SPD und amtierende Bürgermeisterin, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Haste: In Haste bleibt die SPD zwar stärkste Kraft, verliert aber mit 50,3 Prozent der Stimmen ihre absolute Mehrheit im Rat. 2011 hatten die Sozialdemokraten noch 61,9 Prozent der Wählergunst erreicht. Bürgermeister Sigmar Sandmann (SPD) sprach dennoch von einem „guten Ergebnis“. Schließlich sei man weiterhin stärkste Fraktion. „Da gibt es keinen Grund, etwas schlecht zu reden“, so Sandmann weiter. Als Bürgermeister will er der Gemeinde Haste auf „auf jedem Fall“ erhalten bleiben – unter anderem auch, weil 716 Stimmen bei ihm landeten.

Zuwachs von sieben Prozentpunkten

Noch mehr Stimmen konnte zwar Fabian Heine von der CDU auf sich vereinen (1140), seine Partei konnte die SPD insgesamt aber nicht überholen – trotz des Zuwachses von sieben Prozentpunkten auf 43,2 Prozent. „Da kann man schon von einer Erdrutschbewegung sprechen“, bilanziert der 24-Jährige. Von seiner eigenen Stimmenanzahl sei Heine „überwältigt“ gewesen. „Es hat sich herauskristallisiert, dass die Haster führungstechnisch einen Wechsel haben wollen.“ Doch da die Mehrheit im Rat immer noch bei der SPD liegt, müsste schon eine „große Überraschung passieren“, sollte Sandmann nicht wiedergewählt werden. Der amtierende Bürgermeister führt den Verlust seiner Partei im Übrigen auf die erstmalige Teilnahme der WGN zurück, die aus dem Stand 6,5 Prozent erhielt und sich somit einen Sitz im Rat gesichert hat.

Einige neue Gesichter

Hohnhorst: Prozentual gesehen hat sich in Hohnhorst nicht viel verändert – doch einige neue Gesichter sind im Gemeinderat fortan zu finden. Grund für CDU und SPD, endlich das Kriegsbeil zu begraben. Cord Lattwesen ist insgesamt „begeistert von der Wahl“, mahnt aber an, dass man es nicht geschafft habe, die SPD-Stammwähler von sich zu überzeugen. Die CDU erhielt insgesamt 48,5 Prozent der Stimmen, während die SPD sich über 41,1 Prozent freuen konnte. Kurios: Damit haben beide trotzdem dieselbe Anzahl von Sitzen im Gemeinderat – zuletzt war die CDU um ein Mandat stärker als die SPD.

„Die wichtigste Nachricht ist, dass es ein anderer Rat wird als zuvor“, sagt Bürgermeisterkandidatin Marion Grages von der SPD. Doch ein alter Bekannter ist wieder das Zünglein an der Waage: Karl Walter Brüggenwirth (WGN) vereinte 10,3 Prozent der Stimmen auf sich und erhielt einen Sitz im Rat.

Nach der vergangenen Kommunalwahl gab die Wählergemeinschaft bei der Bürgermeisterwahl Wolfgang Lehrke von der SPD ihre Stimme, woraufhin dieser die Wahl gewinnen konnte. Dieses Mal entscheidet er sich wohl anders. „Ich wähle wahrscheinlich den, der die meisten Stimmen hat“, so Brüggenwirth. Das wäre in dem Fall CDU-Spitzenmann Lattwesen mit 765.

Vier Prozentpunkte mehr

Suthfeld: Die Christdemokraten konnten in Suthfeld Boden auf die SPD gutmachen und erreichten 39,1 Prozent der Stimmen, vier Prozentpunkte mehr als noch 2011. „Wir haben uns gut gehalten“, sagt Daniel Hilbig von der CDU. Es sei dennoch schade, „dass der Wähler die Möglichkeit nicht genutzt hat, wirklich etwas anders zu machen“.

Die amtierende und wahrscheinlich zukünftige Bürgermeisterin, Katrin Hösl (SPD), sieht das Ergebnis der Sozialdemokraten „sehr positiv“. Mit 60,9 Prozent liegt man auf dem Niveau der vergangenen Wahl. Es habe sich bezahlt gemacht, dass der ehemalige Bürgermeister, Horst Schlüter, sich bereits vor einem Jahr dazu entschieden habe, sein Amt schrittweise an Hösl zu übergeben.  js

CDU zieht an SPD vorbei

SAMTGEMEINDE NENNDORF. Großer Erfolg für die CDU: Wie sich im Laufe des Wahlabends bereits angekündigt hatte, haben die Christdemokraten mit 38,6 Prozent die meisten Simmen bei der Samtgemeindewahl auf sich vereinen können. Das sind vier Prozentpunkte mehr als bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2011.

Die SPD musste dagegen leichte Verluste hinnehmen und landete bei 35,8 Prozent (2011: 38 Prozent). Damit haben die Sozialdemokraten ihre Vormachtstellung an die CDU verloren. Die WGN konnte dagegen ihr Niveau halten und bekam, wie schon bei der 2011er Wahl, 15,8 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 7,0 Prozent sowie Die Linke mit 2,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,6 Prozent.

Die Namen des Samtgemeinderats im Überblick:

SPD (12 Sitze): Volker Busse (Bad Nenndorf – 153 Stimmen), Claudia Dargel (Bad Nenndorf – 149), Dennis Grages (Hohnhorst – 197), Marion Grages (Hohnhorst – 154), Katrin Hösl (Suthfeld – 491), Ingo-Thomas Knieper (Bad Nenndorf – 315), Bodo Lattwesen (Hohnhorst – 167), Lutz Oltrogge (Bad Nenndorf – 98), Sigmar Sandmann (Haste – 1186), Ralph Tegtmeier (Bad Nenndorf – 537), Friedrich Varwig (Bad Nenndorf – 244), Wilfried Wlotzka (Haste – 409).

CDU (12 Sitze): Werner Bövers (Hohnhorst – 793), Tatjana-Maria Großer (Bad Nenndorf – 115), Fabian Heine (Haste – 1132), Daniel Hilbig (Suthfeld – 396), Cornelia Jäger (Bad Nenndorf – 230), Cord Lattwesen (Hohnhorst – 980), Marlies Matthias (Bad Nenndorf – 753), Frank Prietzel (Haste – 183), Konrad Riechers (Bad Nenndorf – 218), Reinhard Schulte (Suthfeld – 91), Christian Steege (Hohnhorst – 195), Rolf Stierand (Bad Nenndorf – 165)

Grüne (2 Sitze): Imke Hennemann-Kreikenbohm (Bad Nenndorf – 387), Bernd Reese (Bad Nenndorf – 518)

WGN (5 Sitze): Heike Beiersdorfer (Bad Nenndorf – 201), Karl Walter Brüggenwirth (Hohnhorst – 280), Henning Dormann (Bad Nenndorf – 270), Uwe Engelking (Bad Nenndorf – 454), Frank Wiegel (Bad Nenndorf – 188)

Die Linke (1 Sitz): Olaf Buschmann (Bad Nenndorf – 250) js

Klare Verhältnisse in Suthfeld

Die neuen Räte der vier Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Nenndorf sind gewählt, nachfolgend die Zusammensetzung im Überblick:
     Bad Nenndorf
SPD (9 Sitze): Volker Busse (212 Stimmen), Claudia Dargel (120), Ingo-Thomas Knieper (91), Herbert Kruppa (193), Eike Menschink (75), Gudrun Olk (1197), Karl-Heinz Richter (112), Ralph Tegtmeier (476), Friedrich Varwig (163).
CDU (9 Sitze): Wilhelm Biesterfeld (126), Christian Brunzel (112), Tatjana-Maria Großer (86), Cornelia Jäger (286), Wolfgang Kalesse (30), Marlies Matthias (1085), Heinrich Steding (386), Erich Thies (182), Carsten Wohlfarth (64)
Grüne (2 Sitze): Imke Hennemann-Kreikenbohm (292), Bern Reese (309).
WGN (5 Sitze): Heike Beiersdorfer (164), Henning Dormann (207), Bernd Zimmermann (233), Uwe Engelking (374), Michael Kosian (183). Die Linke (1 Sitz): Olaf Buschmann (192). FDP (1 Sitz): Ortrud Göring (93).
      Suthfeld
SPD (7 Sitze): Michael Dyes (64), Katrin Hösl (450), Ina Humbracht (135), Heike Kaulbarsch (44), Stephan Lehmann (41), Jürgen Lübke (200), Corinna Riechert (102).
CDU (4 Sitze): Daniel Hilbig (146), Thorsten Koch (96), Sabine Rentel (117), Jessica Wille (130)
     Hohnhorst
SPD (6 Sitze): Sven Hasenstab (93), Dennis Grages (50), Marion Grages (294), Ulrike Junk (169), Frank Sailer (16), Mark Florian Schäfer (121).
CDU (6 Sitze): Jörg Groß (83), Cord Lattwesen (765), Christian Reese (87), Yvonne Seifert (60), Christian Steege (198), Jan Stemme (88). WGN (1 Sitz): Karl Walter Brüggenwirth (187)
          Haste
SPD (7 Sitze): Anke Giers (83), Klaus Gresel (121), Manfred Herde (80), Christine Rosenthal (121), Sigmar Sandmann (716), Arno Sommerfeld (50), Wilfried Wlotzka (255)
CDU (5 Sitze): Matthias Götzlaff (91), Horst Gümmer (81), Fabian Heine (1140), Frank Prietzel (90), Lothar Schnalle (51). WGN (1 Sitz): Anke Wildhagen (154). js

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