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Offen für Fusion

Nordschaumburg: Nenndorfer nicht abgeneigt Offen für Fusion

Die drei Samtgemeinden Nenndorf, Sachsenhagen und Lindhorst verhandeln wie berichtet über eine Fusion. Die zwölf Mitgliedsgemeinden, darunter Bad Nenndorf, Suthfeld, Haste und Hohnhorst, müssen dazu bis zum Sommer einen Verhandlungsauftrag aussprechen. Lehnt ein Rat ab, ist die Fusion gescheitert.

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Die drei Samtgemeindebürgermeister, Jörn Wedemeier (von links), Andreas Günther und Mike Schmidt, wollen eine große Kommune schmieden.

Quelle: rg

SAMTGEMEINDE NENNDORF. Für Marlies Matthias, Bürgermeisterin der Stadt Bad Nenndorf, ist es zu früh, um eine Aussage zu der möglichen Fusion zu treffen. Das Thema sei zu neu, und bislang lägen zu wenig Informationen vor. „Ein Ziel für die weitere Zukunft ist das allemal“, so Matthias, schließlich gebe es finanzielle Vorteile. Laut Matthias müssen nun Gespräche geführt werden – „wir müssen das Für und Wider, Vor- und Nachteile ausdiskutieren“. Das dauere seine Zeit, sagte die Bürgermeisterin. Abgesehen von Gesprächen auf der politischen Ebene will Matthias auch auf die Bad Nenndorfer eingehen. „Ohne Bürger geht das nicht. Sie müssen das Gefühl haben, mitgenommen zu werden.“

Nenndorfs Verwaltungschef Mike Schmidt gilt als Triebfeder der Fusion.

Nenndorfs Verwaltungschef  Schmidt gilt als Triebfeder der Fusion.

In der Gemeinde Suthfeld wird sich der Rat „in Ruhe zusammensetzen und ergebnisoffene Gespräche führen“, so Bürgermeisterin Katrin Hösl. Ihr ist es wichtig, dass sich eine kleine Gemeinde wie Suthfeld in dem möglichen Konstrukt einer Großgemeinde wiederfindet. „Es muss gewährleistet sein, dass sich Suthfeld die Selbstständigkeit erhält in den großen Strukturen“, erklärte Hösl. Zu dieser Selbstständigkeit gehöre beispielsweise das Büro mit einem Ansprechpartner vor Ort. „Wir müssen gucken, dass alle zwölf Mitgliedsgemeinden an einem Strang ziehen“, sagte Hösl. Die Argumente müssen außerdem genau hinterfragt werden, so die Bürgermeisterin. Die finanziellen Vorteile seien beispielsweise nicht von Dauer – wenn sich noch andere Gemeinden zusammenschließen, wird der Schlüssel neu verteilt.

"Größere Schlagkraft"

„Ich finde diesen Vorstoß sehr gut“, sagte Cord Lattwesen, Bürgermeister der Gemeinde Hohnhorst. Der Zusammenschluss „stärkt den Unterbau“, ist sich Lattwesen sicher. Durch die größere Samtgemeinde würden die Ansprechpartner in den einzelnen Mitgliedsgemeinden wichtiger. Weitere Vorteile seien die höheren Zuweisungen und die größere Schlagkraft – beispielsweise bei einem gemeinsamen Bauhof. „In der größeren Einheit können wir besser etwas darstellen“, so der Bürgermeister. Dies werde auch das Angebot vor Ort positiv beeinflussen.

„Grundsätzlich muss man darüber nachdenken, wenn die Chance besteht, eine positive Entwicklung zu bekommen“, glaubt Sigmar Sandmann, Bürgermeister der Gemeinde Haste. Allerdings dürften die Verhandlungen „kein Pokerspiel werden. Zahlen, Daten Fakten müssen offen auf den Tisch gelegt werden.“ Auf Haste bezogen, sieht der Bürgermeister keine Nachteile. Im Gegenteil: Von der Erhöhung der Zuweisung werde wohl in jeder Mitgliedsgemeinde etwas ankommen. Die Bürger dürften auch unter den neuen Gegebenheiten eine gute Dienstleistungsqualität erwarten.

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