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Offener mit Zuwanderern umgehen

10.000 Euro pro Flüchtling gefordert Offener mit Zuwanderern umgehen

Der Vorsitzende des Behinderten- und Seniorenbeirats der Samtgemeinde Nenndorf, Friedrich Kräft, hat sich für einen offeneren Umgang mit Flüchtlingen ausgesprochen. Vielfach herrsche Angst, und dieser gelte es, vorzubeugen.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Samtgemeinde Nenndorf (gus). Aus den Zuwanderungsländern kämen keineswegs Kriminelle nach Deutschland, sondern Notleidende. Speziell aus Ländern wie Syrien stammten zum Teil hoch qualifizierte Menschen. Diese würden in der Gesellschaft sogar benötigt. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt ergänzte: Die Zuwanderung dürfte in den nächsten Jahren nicht geringer werden.

 Auch er vertrat die Ansicht, dass die Flüchtlingsströme helfen können, gesellschaftliche Probleme wie Überalterung zu lösen. Die Samtgemeinde sei stets in „guten Gesprächen“ mit dem Landkreis, was die Unterbringung von Asylbewerbern betrifft. Dem Landkreis seien zuletzt mehrere Wohnungen für Flüchtlinge angeboten worden.

 Derzeit wird die Integration vor allem ehrenamtlich betrieben. Schmidt sagte dazu, dass er gemeinsam mit seinem Rodenberger Amtskollegen, Georg Hudalla, und dem Leiter des Polizeikommissariats, Michael-Andreas Meier, das Vorhaben angeschoben habe, pro Samtgemeinde eine Koordinierungsstelle für diese ehrenamtlichen Tätigkeiten einzurichten.

 Beide Samtgemeinden zusammen sollen innerhalb des Jahres 2015 etwa 250 Flüchtlinge aufnehmen. Für die Landkreise und kreisfreien Städte ist nach Worten Schmidts die Finanzierung der medizinischen Versorgung ein großes Problem, weil von Land und Bund nicht ausreichend Geld zur Verfügung gestellt werde.

 In der „Bad Nenndorfer Erklärung“ hatten Niedersachsens Landräte ihre Forderung formuliert, pro Flüchtling jährlich 10.000 Euro vom Bund zu bekommen. Aktuell gilt ein Satz von 6195 Euro. Bei der Tagung in der Wandelhalle war auch Ministerpräsident Stephan Weil dabei gewesen.

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