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Ortsermin mit überraschendem Ende

Helsinghausen Ortsermin mit überraschendem Ende

Während eines Ortstermins hat sich der Bau-, Wege- und Umweltausschuss der Gemeinde Suthfeld ein Meinungsbild der Bürger zur geplanten Sanierung des Kreuzungsbereiches „Auf dem Brinkfeld“/Feldstraße verschafft. Die Resonanz war groß.

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Bei der Abstimmung heben fast alle Bürger ihre Hand gegen den von Bürgermeister Horst Schlüter (von rechts) und Planer Thilo Kämmer vorgestellten Planungsvorschlag.

Quelle: tes

Das Ergebnis überraschte die Lokalpolitiker: Die beabsichtigte Begrünung und Verkehrsberuhigung durch ein Baumtor als Einmündung in die Straße „Auf dem Brinkfeld“ ist unerwünscht.

Die Mehrheit sprach sich dafür aus, nur den Straßenbelag zu erneuern und für den Rest der 65000 Euro lieber weitere Straßen zu sanieren. Nur ein direkter Anlieger hob die Hand für den Vorschlag von Planer Thilo Kämmer (Ingenieurbüro Peters) und betonte: „Dass es hier noch nicht gekracht hat, ist ein Wunder.“

„Das Problem ist der Gegenverkehr“, verdeutlichte ein Landwirt: „Das ist der Hauptweg ins Feld.“ Eine Verengung der Straße komme nicht in Frage. „Am Querschnitt der Feldstraße ändert sich nichts“, widersprach Bürgermeister Horst Schlüter. Sabine Rentel (CDU) griff zum Maßband und markierte die geplante Fahrbahnbreite von sechs Metern. Kein Doppelachser komme so noch um die Kurve, waren sich die Landwirte einig.

Pflaster oder Asphalt?, fragte SPD-Fraktionssprecher Michael Dyes. Beim Argument, Pflaster sei landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht gewachsen und verursache Geräusche, verwies der Planer auf spezielles Pflaster für Schwerlastverkehr. Bei den Kosten gebe es kaum Unterschiede zwischen Pflaster und Asphaltierung.

Bedenken, dass zur Erneuerung des Regenwasserkanals später alles aufgerissen werden müsse, entkräftete Kämmer: Die Samtgemeinde habe in einer Kamerabefahrung keinen Bedarf festgestellt. Er warnte, sich zu weit vom Konzept zu entfernen: „Es geht auch um Dorfgestaltung.“

„Wir wollten diesen Bereich im Zuge der Sanierung verschönern“, erklärte die Ausschussvorsitzende Ingrid Thomas (SPD) die Intention des Rates. Dass dies von den Bürgern anders gesehen werde, sei bedauerlich, nachdem so viel Geld in die Dorferneuerung gesteckt worden sei. Am Ende stand ein Kompromiss: Der Ausschuss empfahl einstimmig, den Entwurf ohne Bäume zu planen, die Fahrbahn neu zu asphaltieren, die Gosse am Gehweg entlang zu führen und aus Sicherheitgründen ein ebenerdiges Pflasterdreieck in der Kurve zu schaffen. Noch vor der Sommerpause soll alles fertig werden. Die Kosten werden nicht auf die Anlieger umgelegt.

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