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Polizei warnt vor privater Fahndung

Prävention muss nicht teuer sein Polizei warnt vor privater Fahndung

Die jüngste Häufung von Wohnungseinbrüchen in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg hat die Polizei veranlasst, weitere Tipps zu geben, wie sich Bürger vor solchen Taten schützen können und wie sie sich im Falle des Falles verhalten sollten. 

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Derzeit werden in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg wieder vermehrt Einbrüche gemeldet.

Quelle: Maurer/dpa

Nenndorf/Rodenberg. Noch in der vergangenen Woche hatte die Polizei eine für die Jahreszeit übliche Zahl an Wohnungseinbrüchen verzeichnet. Aber kurz darauf begann eine regelrechte Serie mit Einstiegen in Häuser in Hülsede, Riepen und Bad Nenndorf. Die Polizei hat weitere Hintergründe zu den jüngsten Ereignissen bekannt gegeben.

Nach Worten von Kommissariatsleiter Michael Panitz gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter nicht von hier kommen, sondern wohl über die Autobahn anreisen. Zeugenaussagen und die Wege, die die Einbrecher zurücklegten, sprächen dafür. Dies bedeutet aber nicht, dass die Täter für die hiesige Polizei nicht zu fassen sind. Die Bevölkerung wird daher gebeten, möglichst genau aufzupassen und jeden Hinweis weiterzugeben.

Dabei geht es vor allem um Einzelheiten der Fahrzeuge, die die Einbrecher benutzen. „Wenn beispielsweise ein roter Polo mit grünem Kotflügel beobachtet wird, und der auch in Göttingen mal bei einer Tat gesehen worden ist, kann das helfen, die Personen zu ermitteln“, erklärt Panitz. Denn auch, wenn es sich oft um Banden aus dem Ausland handele, gebe es meist Residenzen in Deutschland.

Beulen, Kratzer, seltene oder alte Fahrzeugtypen sind ebenfalls Merkmale, die der Polizei helfen können, ergänzt Kontaktbeamter Jürgen Henze. Schließlich tauschen sich die Ermittler aus unterschiedlichen Gebieten aus, auch länderübergreifend. „Die Täter arbeiten überregional, wir tun das auch“, betont der Kommissariatsleiter.

Einbrecher nicht verfolgen

Henze und Panitz raten aber davon ab, private Fahndungen in den sozialen Netzwerken zu starten. Dies sei höchst bedenklich – und die Polizei könne das aufgrund des eigenen Netzwerks und der Erfahrung viel besser. Daher sei es sinnvoll, Hinweise und Fotos an die Ordnungshüter weiterzugeben, denn auch diese nutzen die sozialen Netzwerke. Ebenfalls nicht ratsam sei es, Einbrechern auf eigene Faust hinterherzulaufen. Genaue Beobachtungen seien hilfreicher. Und niemand solle sich in Gefahr begeben.

Wichtig ist Prävention. Denn niemand ist vor Einbrüchen geschützt, auch wenn er meint, dass bei ihm nicht viel zu holen ist. Einbrecher suchen sich ihre Ziele nach Lage aus und danach, wie viele Hindernisse sie zu überwinden haben. An den Carport gelehnte Leitern oder gekippte Fenster sind Henze zufolge Einladungen an Kriminelle. Oft stehen auch Mülltonnen direkt unter Fenstern, sodass sie zu Steighilfen werden. So sei im vergangenen Jahr ein Täter in Haste eingebrochen.

Diebstahlschutz muss gar nicht teuer sein. Wirkt ein Haus bewohnt, schreckt dies ab. Henze ist beispielsweise ein Fan eines TV-Simulators. Das etwa zehn Euro teure Gerät ahmt das Lichtspiel eines laufenden Fernsehers nach. Sinnvoll ist es zudem, abends bei Abwesenheit Licht brennen zu lassen oder es per Zeitschaltuhr anzuknipsen. Dies gilt speziell bei Urlaubsabwesenheit.  gus

  •  Mehr Tipps zum Einbruchsschutz gibt es auf sn-online.de. Auch die Polizei berät kostenlos, Telefon: (0 57 23) 9 46 10
Einbruchschutz 78,72 kB
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