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Protest gegen die Trassenpläne der Deutschen Bahn

Nenndorf steht zusammen Protest gegen die Trassenpläne der Deutschen Bahn

Mehr als 100 Einwohner der Samtgemeinde Nenndorf sind am Freitagabend ins Gasthaus Seegers gekommen, um dort den Protest gegen die Trassenpläne der Deutschen Bahn wiederzubeleben. Eine formale Vereinsgründung war in der Kürze der Zeit zwar nicht möglich, aber die Richtung des Protestes wurde bereits deutlich vorgezeichnet.

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Samtgemeinde Nenndorf. Ziel war es, eine überparteiliche Bürgerinitiative (BI) als eingetragenen Verein zu gründen, um dem Ganzen einen festen Rahmen zu geben. Die Lokalpolitiker prägten das erste Treffen aber dennoch. Horst Schlüter schlug genau wie Heiner Wrede, der Initiator der Auftaktveranstaltung, vor, einen provisorischen Vorstand zu bestimmen, der sofort die Arbeit aufnimmt. Dessen Zusammensetzung könne später, bei einer ordentlichen Versammlung, noch einmal offiziell gewählt werden. Der Name sollte nach Schlüters Meinung „Mit Masse gegen die Trasse“ lauten – wie auch schon bei den ersten Protesten.

 Denn Masse brauche die Samtgemeinde Nenndorf, damit sich die Bürger Gehör verschaffen können. Ziel müsse es sein, die Abgeordneten des Bundestages davon zu überzeugen, dass die trassenferne Lösung in der vorgeschlagenen Version nicht umsetzbar ist. Denn der Bundestag entscheide schließlich über den Bundesverkehrswegeplan.

 Werner Bövers rief alle Zuhörer auf, ihre Stellungnahmen bis zum 2. Mai beim Ministerium einzureichen. Ralph Tegtmeier sagte, Quantität sei wichtig, aber er riet auch dazu, die Stellungnahmen qualitativ hochwertig zu halten. Der 2. Mai sei allerdings nicht das Ende aller Einspruchsmöglichkeiten. „Da fängt es erst richtig an“, betonte Udo Husmann.

 Argumente gegen die Trasse gibt es viele. Bernhard Loewa betonte, dass die Bahn sich einen Bereich ausgesucht hat, in dem eine Hochspannungsleitung, eine Gasleitung und ein Windkraftvorranggebiet liegen. Zudem müssten nach seiner Lesart der Pläne mindestens drei Häuser abgerissen werden. Auch weitere Aspekte wurden ausgetauscht, beispielsweise das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Gesamtprojektes und der Naturschutz. Außerdem werde die Gemeinde Suthfeld auseinandergerissen, wie Katrin Hösl anmerkte.

 Wrede hatte eingangs erklärt, er strebe nicht nach dem Vorsitz in der Bürgerinitiative. Er lehnte es überdies ab, dass Parteipolitik eine Rolle in der Gruppe spielt. Deshalb baten er und Hösl diejenigen, die an einer Vorstandsarbeit interessiert sind, sich im Anschluss ans große Plenum zusammenzusetzen und das weitere Vorgehen zu beraten.

gus

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