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Runder Tisch zum Thema Flüchtlinge

Internetportal für Ehrenamtliche Runder Tisch zum Thema Flüchtlinge

Informationen, ein wenig Zahlenwerk und ein reger Austausch haben den ersten runden Tisch zum Thema Flüchtlinge in Nenndorf bestimmt. Claudia Dargel vom Netzwerk Flüchtlingshilfe Nenndorf und Udo Husmann vom SPD-Samtgemeindeverband hatten Vertreter aus der Verwaltung, der Politik, der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Vereinen und ehrenamtlichen Gruppen zu einer ersten gemeinsamen Zusammenkunft eingeladen.

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Quelle: dpa

Samtgemeinde Nenndorf. Einer der Hauptgründe für das Treffen war die Suche nach einer Lösung für das Problem, dass es zwar viele ehrenamtliche Helfer in Nenndorf gibt, aber keine Stelle, von wo aus deren Aktionen und Angebote koordiniert werden.

 Eine abschließende Antwort wurde an diesem Abend nicht gefunden, was Dargel bedauerte. Allerdings haben sich die Nenndorfer Ehrenamtlichen bereits selbst in einem ersten Schritt beholfen. Auf dem Internetportal „Helpto“ haben sie einen Bereich für Schaumburg eingerichtet, zu finden unter shg.helpto.de. Auf dieser Internetseite können sich Interessierte entweder registrieren und selbst Hilfsangebote – vom Fahrdienst bis zur Fahrradspende – einstellen oder sich einfach nur informieren, was es derzeit für Angebote gibt, beispielsweise wann und wo Sprachkurse oder Sportaktionen stattfinden. Die Seite ist bereits abrufbar, inhaltlich befindet sie sich noch im Aufbau.

 Einen wichtigen Angelpunkt bei der Koordination könnte außerdem das neue Flüchtlingsheim an der Horster Straße bilden. Wie Stephan Hartmann von der Awo Schaumburg erklärte, wird dort von der Awo eine zentrale Stelle für Flüchtlingsbetreuung in Nenndorf eingerichtet. Unter anderem der Leiter der Einrichtung und zwei Sozialarbeiter sollen zum Einzug der ersten Flüchtlinge dort ihre Büros beziehen. Hinzu kämen zusätzliche Bedarfskräfte wie Übersetzer, später soll sogar noch eine weitere Ganztagsstelle hinzukommen. Viele Fragen Nenndorf betreffend könnten an dieser Stelle rasch und unkompliziert geklärt werden.

 Ansonsten diente der Abend in erster Linie zum Austausch von Informationen, aber auch für Anregungen und kritische Anmerkungen. Reibungspunkte entstanden unter anderem infolge der Aussage von Hartmann, kein Flüchtling sei seitens der Awo unbetreut. Die Vertreter des Sprachkurses für Willkommene haben nach eigener Aussage allerdings andere Erfahrungen gemacht. Husmann merkte außerdem in Richtung Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt an, dass es nicht sinnig sei, in Sachen Sprachhilfe an Schulen darauf zu warten, dass das Land oder der Bund endlich tätig wird.

 Derzeit leben in der Samtgemeinde um die 130 Flüchtlinge. In der ehemaligen Kurklinik an der Horster Straße sollen mittelfristig bis zu 125 Flüchtlinge unterkommen, das einstige Pflegeheim am Harrenhorst, das nur als Übergangsheim dienen soll, bietet Platz für etwa 90 Flüchtlinge. In der Kurklinik sollen die ersten Bewohner ab 1. März einziehen, im Pflegeheim wohl frühestens ab April. kle

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