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Samtgemeinde Nenndorf Samtgemeinde digitalisiert Flächennutzungsplan
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Samtgemeinde digitalisiert Flächennutzungsplan
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00:16 07.08.2016
Im Bauamt wird künftig mit etwas weniger Papierakten gearbeitet. Quelle: Foto: dpa
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Samtgemeinde Nenndorf

Die Digitalisierung soll das künftige Umgehen mit dem Flächennutzungsplan deutlich erleichtern. Einzelne Bereiche könnten quasi per Mausklick aus dem Plan entnommen und an Behörden oder Investoren weitergegeben werden. Bauamtsleiterin Annette Stang betonte, ihr hätten die Augen geleuchtet, als sie erstmals einen Entwurf des farbigen Digital-Plans gesehen habe.

 Bisher habe es einen papierenen Plan gegeben, der sich kaum mehr auseinanderfalten ließ. Dabei handelt es sich um eine Arbeitskopie des Originals, das im Archiv liegt. Hinzu kommt in der Samtgemeinde Nenndorf, dass mittlerweile die 21. Änderung des alten Originalplans diskutiert wird. Dabei geht es um die Erweiterung des Gewerbegebiets Gehrenbreite. Der Plan sei daher äußerst unübersichtlich geworden.

 Das Original stammt von 2002. Momentan ist es für die Einsichtnahme nötig, die Arbeitskopie dieses Ur-Plans auf dem Tisch auszubreiten und sämtliche Änderungen, die ebenfalls auf Papier dokumentiert sind, daneben zu legen. Bei digitalen Verfahren können unterschiedliche Dokumente am PC übereinandergelegt werden, die schnell eine genaue fachliche Einschätzung der Gesamtsituation ermöglichen.

 Da es keine inhaltliche Änderung an dem Flächennutzungsplan gibt, ist kein öffentliches Auslegungs- und Beteiligungsverfahren nötig. „Letztlich zeichnen wir das Original nur ab“, erklärte Ingenieur Georg Seibert, der das Verfahren leitet. Anschließend werde die digitale Fassung von unterschiedlichen Stellen Korrektur gelesen.

 Im vergangenen Jahr hatte sich die Samtgemeinde Rodenberg bereits dazu entschlossen, ihren Flächennutzungsplan zu digitalisieren. Der Fortschritt ist in etwa so einzuordnen wie beim Übergang von der elektrischen Schreibmaschine zum modernen Computer. Seibert wies auch darauf hin, dass in der Zukunft keine großen Papierarchive mehr gepflegt werden müssen, in denen die Begründungen für Planänderungen schlummern. Denn auch diese können im digitalen Dokument hinterlegt werden.

 Die Kosten für das Änderungsverfahren belaufen sich auf 8000 Euro. Der Ausschuss votierte einstimmig für den Schritt.

 Der alte Papierplan wird nun eingemottet. Als Dokument gehört er aber nicht in den Papiermüll, sondern ins Archiv, wie Stang auf Nachfrage betonte. gus

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