Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Samtgemeindeumlage nach Steuerkraft

Bald mehr Kohle aus der Kurstadt? Samtgemeindeumlage nach Steuerkraft

Einen neuen Ansatz zur Berechnung der Samtgemeindeumlage für Bad Nenndorf, Hohnhorst, Haste und Suthfeld verfolgt die Samtgemeindeverwaltung.

Voriger Artikel
Seniorenbeirat: Kräft zieht Bilanz
Nächster Artikel
Internetauftritt freigeschaltet
Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Nenndorf. Statt wie bisher einen Euro-Betrag festzusetzen, den die Mitgliedsgemeinden anteilig zahlen, soll stattdessen ein bestimmter Prozentsatz auf die Steuerkraft der Gemeinden angewandt werden.

Das bedeutet: Geht es den Gemeinden gut, müssen sie auch eine höhere Umlage zahlen, läuft es in einem Jahr nicht so prächtig, sinkt auch der Beitrag. Diese Prozedur ist in anderen Gemeinden des Landkreises Schaumburg längst üblich, erklärte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt.

Ein großer Teil des Finanzausschusses begrüßte den Vorstoß, jedoch zeigten sich nicht alle so begeistert. Denn bisher richtete sich die Beitragshöhe der Mitgliedsgemeinden zur einen Hälfte nach der Steuerkraft, zur anderen nach der Einwohnerzahl. Werden nur noch die Steuereinnahmen berücksichtigt, muss die Stadt Bad Nenndorf tiefer in die Tasche greifen als bisher, die anderen Gemeinden werden entlastet.

Marlies Matthias (CDU) wollte die Berechnung gerne so wie bisher beibehalten. Auch Uwe Engelking (WGN) sträubte sich anfangs ein wenig und erinnerte daran, dass Bad Nenndorf „in den nächsten Jahren mit der KurT ein riesen Brett zu bohren hat“. Gerechtigkeit sehe er bei diesem System keine. Schmidt widersprach: Es gebe nichts Faireres, als die Berechnung nach der Steuerkraftmesszahl. Klar zahle Bad Nenndorf dabei am Ende mehr, die Kurstadt habe aber auch das höchste Steueraufkommen.

Im Detail heißt das: Für 2015 liegt die Umlage bei rund 3,6 Millionen Euro, wovon nach bisheriger Berechnung Bad Nenndorf etwa 2,39 Millionen übernimmt, Haste 530 000, Hohnhorst 410 000 und Suthfeld 290 000 Euro. Um eine ähnliche Endsumme zu erreichen, hätte der entsprechende Hebesatz auf die Steuereinnahmen der Gemeinden bei 34 Prozent liegen müssen. Für Bad Nenndorf hätte das einen Beitrag von 2,51 Millionen Euro bedeutet, für Haste 470 000, für Hohnhorst 380 000 und für Suthfeld 270 000 Euro.

Im Vergleich zu anderen Samtgemeinden läge Nenndorf mit den 34 Prozent im „moderaten“ Bereich, so Schmidt. Nur Eilsen liege mit 33 Prozent knapp, Lindhorst mit 25 Prozent deutlich darunter – in Lindhorst allerdings sei für die Kinderbetreuung auch jede Mitgliedsgemeinde selbst zuständig. In Sachsenhagen sei das übrigens ebenso der Fall, trotzdem liege der Hebesatz dort bei sogar 37 Prozent. „Dafür haben die auch nur eine Pro-Kopf-Verschuldung von 50 Euro, bei uns geht es auf die 1000 zu“, mahnte Schmidt.

Trotz der grundsätzlich positiven Stimmung wollten die Finanzausschussmitglieder noch kein Votum abgeben und das Thema lieber noch einmal in den Fraktionen diskutieren. kle

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg