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Übergangslösung gefunden

Betreuungsplätze Samtgemeinde Nenndorf Übergangslösung gefunden

Für den aktuellen Engpass an Betreuungsplätzen in Krippen und Kindergärten ist zumindest eine Teillösung gefunden worden. Für ein Jahr sollen zwei altersübergreifende Übergangsgruppen im Pavillon des kleinen Gymnasiums Platz finden.

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Der Pavillon soll vom Hausmeisterpool auf Vordermann gebracht werden.

Quelle: JS

SAMTGEMEINDE NENNDORF. Doch dieser Empfehlung des Jugendausschusses haben nicht alle Zuhörer bei der jüngsten Sitzung des Gremiums mit Wohlwollen aufgenommen. Eine anwesende Mutter kritisierte beispielsweise die angeblich nicht vorhandene Informationspolitik der Samtgemeinde.

Gegenwärtig umfasst die Warteliste im Kindergartenbereich etwa 30 Kinder, im Unter-drei-Bereich fehlen allein für zweijährige 13 Plätze. „Das wollen wir natürlich nicht so stehen lassen und haben geschaut, wo Räume für den einjährigen Übergang verfügbar sind“, sagte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt. Im kommenden Jahr sei mit der Eröffnung der Klax-Kita im Hinteren Hohefeld der Bedarf gedeckt.

Schmidt: Keine Notgruppe

Um die Zeit zu überbrücken, sollen Kinder, die keinen Platz in den bestehenden Einrichtungen bekommen, im Pavillon betreut werden. „Das ist aber keine Notgruppe“, stellte Schmidt klar. Vielmehr soll Klax die Trägerschaft für die beiden Gruppen übernehmen, die anschließend samt Personal in die neue Kita ziehen sollen. Der Hausmeisterpool kümmere sich mit Beginn der Sommerferien (ab diesem Zeitpunkt stellt der Landkreis den Gebäudeteil zur Verfügung) um die baulichen Voraussetzungen für die beiden Gruppen, auch die Nutzung der angrenzenden Außenanlage sei möglich. „In den Betreuungsräumen würde es sich um eine vollwertige und nachhaltig ausgerichtete Kita ohne Einschränkungen handeln“, heißt es in der Vorlage. Damit zeigten sich die Ausschussmitglieder zufrieden und votierten einstimmig für die Einrichtung der Übergangskita.

Doch gerade Eltern aus den Nordgemeinden schauen in die Röhre, müssen doch einige von ihnen ihre Kinder ab Sommer nach Bad Nenndorf bringen. „Wir wissen, dass das total unbefriedigend ist, aber das ist besser, als gar nichts zu machen“, befand Schmidt. Auf die Nachfrage einer Mutter, warum man sich nicht um Alternativen bemüht habe, zählte Schmidt einige der Möglichkeiten auf, die die Verwaltung in Augenschein genommen hatte. Beispielsweise sei aus unterschiedlichen Gründen die Nutzung der ehemaligen Volksbank in Rehren aber ebenso wenig möglich gewesen wie eine Containerlösung in Haste.

Planungssicherheit wird angestrebt

Eine weitere Mutter bemängelte, dass es an Planungssicherheit fehle. Sie wisse nicht, ob ihr Kind im Sommer betreut werde. Auskünfte aus der Verwaltung seien ihr telefonisch verwehrt geblieben. „Durch diese Informationspolitik geraten wir dermaßen ins Hintertreffen“, so die Mutter. Der Verwaltungschef wies daraufhin, dass die Situation seit Wochen öffentlich kommunziert werde und versicherte, dass Anfang April, wenn der Verwaltungsausschuss wahrscheinlich der Empfehlung des Jugendausschusses zustimmt, Planungssicherheit herrsche.

Ferner verlangte sie eine langfristige Lösung für die Nordgemeinden, da sie kaum glaube, dass im nächsten Jahr genügend Plätze vorhanden wären. Das sah Schmidt allerdings anders. „In diesem Jahr ist es so besonders, da sehr wenig Kinder eingeschult werden“, so der Verwaltungschef. Das werde sich im kommenden Jahr ändern. js

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Einjährige schauen in die Röhre

Für die etwa 30 Anmeldungen für Einjährige, die bisher keinen Krippenplatz haben, kommt die Übergangslösung nicht infrage, da das Altersminimum bei Übergangsgruppen bei mindestens zwei Jahren liegt. „Wir hoffen, dass Anfang 2018 die Krippe im Hinteren Hohefeld den Betrieb aufnehmen kann“, sagt André Lutz, Amtsleiter Bildung und Soziales. Denn einige der Jungen und Mädchen werden erst im Laufe des ersten Kindergartenhalbjahres einen Platz brauchen. Bis zur Eröffnung der Krippe können betroffene Eltern wohl nur vertröstet werden, da schlicht keine Alternativen da seien. Andere Möglichkeiten für Eltern seien Tagesmütter oder den Schützling in anderen Gemeinden, etwa am Arbeitsort, unterzubringen. „Das würde die Verwaltung auch bezuschussen“, sagt der Amtsleiter .js

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