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Samtgemeinde Nenndorf Veto aus Haste
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Veto aus Haste
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00:16 22.03.2017
Ausgleichsflächen wie diese sind immer häufiger nötig. Quelle: js
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SAMTGEMEINDE NENNDORF.

Beantragt hatte die Zusatzkraft der Umweltausschussvorsitzende, Bernd Zimmermann (WGN). Den Anlass bildete die Häufung der Versäumnisse im Bereich der Ausgleichsmaßnahmen für Bauprojekte (wir berichteten). Der neue Mitarbeiter würde sich dann unter anderem um dieses Thema, aber auch um andere Naturschutzfragen kümmern.
Einstellen müsste den Mann oder die Frau die Samtgemeinde. Da aber die Stadt Bad Nenndorf die meiste Bautätigkeit verzeichnet und somit auch die meisten Öko-Ausgleichsauflagen verursacht, schien es naheliegend, die Finanzierung der Stelle per Erhöhung der Samtgemeindeumlage zu bewerkstelligen. Schließlich zahlt die Kurstadt aufgrund ihrer Wirtschaftskraft auch deutlich den größten Anteil an dieser Umlage.
Doch Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt bestätigte auf Anfrage, dass der zweitgrößte Zahler, die Gemeinde Haste, sich gegen den Umweltsachverständigen ausgesprochen hat. Bei den jüngsten Haushaltsberatungen in den vier Mitgliedsgemeinden war auch nie von einer Erhöhung der Samtgemeindeumlage die Rede gewesen. Und es kann gut sein, dass dies im kommenden Jahr so bleibt – zumindest soll die geplante Umweltstelle nicht ausschlaggebend für eine mögliche Anhebung sein.
Denn die Verwaltung will nun prüfen, ob die Zusatzkraft mit Geld aus dem Leaderprogramm gefördert werden kann. „Wir glauben, dass wir 50 Prozent der Kosten über Leader erstattet bekommen“, so Schmidt. Und dann könnte die Samtgemeinde die Stelle zumindest über einen gewissen Förderzeitraum auch ohne erhöhte Umlage monetär ausstatten. Allerdings verschiebt sich das Ganze zeitlich, denn eigentlich sollte die Fachkraft in 2017 kommen. Die neue Zielvorgabe für das Einstellungsdatum ist jetzt der 1. April 2018.
Ein zweites Finanzierungsmodell scheidet somit auch erst einmal aus. Die Samtgemeinde hätte die neue Kraft mit Personalkostenrückstellungen aus 2016 bezahlen können. Dann hätte die Verwaltung dieses Jahr schon tätig werden können – das Fördergeld wäre dann aber futsch gewesen, weil bei Leader nur neue Projekte finanziell unterstützt werden. gus

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