Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Nenndorf Vom Kurhaus bis zur Kreuzung
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Vom Kurhaus bis zur Kreuzung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:32 04.02.2018
Die Kreuzung Gehrenbreite ist ein Nadelöhr für den Verkehr – Radfahrer und Fußgänger haben es hier bislang schwer. Quelle: lht
Anzeige
SAMTGEMEINDE NENNDORF

Rotrehre

In puncto Straßenausbau startet die Planung für die Straßen Lehnhast und Rudolf-Albrecht-Straße, die im kommenden Jahr erneuert werden sollen. Dann beginnt zudem die Planung für die Lindenallee, die im Jahr 2020 ausgebaut wird. Bereits in diesem ist die Rotrehre an der Reihe.

Was eigentlich einer Routinemaßnahme gleichkommt, erfordert laut Stang in diesem Jahr präzise Abstimmung – denn mit dem Ausbau der Kreuzung von Gehrenbreite und Bundesstraße 442 wird das Bauamt ein weiteres Projekt in unmittelbarer Nähe zur Rotrehre beschäftigen, für das diese Straße als Umleitung in Betracht kommt.

Kreuzung Gehrenbreite
Die beiden Maßnahmen sollen daher nacheinander abgeschlossen werden, erklärt Stang. Bevorzugt soll im Sommer mit der Umgestaltung der Kreuzung begonnen werden. Diese soll im Rahmen der Umbaumaßnahmen vollständig mit Abbiegerspuren sowie Ampeln ausgerüstet werden, auch für Fußgänger.
Der Ausbau sei eine „großartige Sache“, findet Stang. Nicht zuletzt, weil Schüler aus Waltringhausen künftig dank einer Fußgängerampel schnell und sicher über die Kreuzung kommen können.

Vorher gibt es jedoch Vollsperrungen und andere Verkehrsbehinderungen. „Das wird zulasten der Anwohner gehen, das ist unvermeidbar“, sagt Stang. Umso mehr setzt die Bauamtsleiterin drauf, dass das zuständige Planungsbüro mögliche Umleitungen rechtzeitig sowie einfach und verständlich ausschildert.

Kurhaus
Das größte Bauprojekt in Bad Nenndorf steht im Kurpark an, wo das Kurhaus für rund sieben Millionen Euro saniert werden soll. „Viele Bürger sind langsam ungeduldig und fragen nach dem Baubeginn“, berichtet Stang. Der steht allerdings noch nicht fest. Kürzlich wurde der Bauantrag gestellt, eine Genehmigung könnte im Februar folgen. „Dann muss die Maßnahme europaweit ausgeschrieben werden.“

Voraussichtlich kann im Juli oder August mit den Arbeiten begonnen werden. Es wäre das letzte Kapitel in der Sanierung der Kernstadt, für die 2008 ein entsprechendes Gebiet festgelegt worden war. Dieses soll nun laut Stang Anfang Juni vergrößert werden. Hinzu kommt der Bereich um Bahnhofstraße, Horster Straße sowie um den Agnes-Miegel-Platz an der Rodenberger Allee.

Kinderbetreuung
Bevor die Sanierung des Kurhauses jedoch Fahrt aufnimmt, ist eine andere Maßnahme aller Voraussicht nach bereits abgeschlossen. Neben dem Feuerwehrhaus entsteht gerade eine Kindertagesstätte, die für insgesamt 60 Kinder ausgelegt ist und bereits am 5. März eröffnet wird. Dann soll dort die erste von vier Gruppen einziehen. Spätestens im Mai sollen auch die verbleibenden 40 Plätze zur Verfügung stehen.

Weitere 100 Betreuungsplätze sollen direkt zwischen Krippe und Feuerwehr in einem weiteren Kindergarten hinzukommen. Die Eröffnung ist vom Betreiber Klax für Ende dieses Jahres angesetzt. „Da würde ich aber ein Fragezeichen dahinter machen“, sagt Stang. Der Betreiber wolle immerhin zeitnah einen Bauantrag einreichen.

Baubetriebshof
Während Stadt und Samtgemeinde im Fall des Kindergartens nicht direkt in die Planung involviert sind, sind sie von zwei weiteren Bauprojekten direkt betroffen: Hinter der neuen Feuerwehrwache wird ein neuer Baubetriebshof entstehen. Dieser ist bislang auf dem Gelände der Kläranlage angesiedelt, wo der Platz laut Stang „vorne und hinten nicht reicht“. Die Planung läuft inzwischen, die Bauarbeiten sollen zwischen 2019 und 2020 vonstatten gehen.

Rathaus
Ein echtes Mammutprojekt wartet zwar erst in den kommenden Jahren auf die Stadt, die Planungen laufen derzeit aber schon an: Nachdem sich Stadt und Samtgemeinde für einen Verbleib im Rathaus an der Rodenberger Allee entschieden haben, soll dieses nun gründlich energetisch saniert werden.

Normalerweise stünden für derartige Gebäude keine Fördermittel zur Verfügung, so Stang. Da nach den Umbauarbeiten allerdings CO2 eingespart werden kann, zum Beispiel durch bessere Dämmung und eine neue Heizungsanlage, lohnt es sich nun doch, einen Förderantrag zu stellen.

„Man muss nicht immer abreißen und neu bauen, nach der Sanierung können wir hier die nächsten Jahre gut bleiben“, betont die Baumamtsleiterin. 2020 könnten die Arbeiten am Verwaltungssitz beginnen.

Außer den genannten Projekten, gehen für Stadt und Samtgemeinde 2018 zudem Vorhaben in die Planung. Dazu gehört unter anderem ein Dialog, in dem geprüft werden soll, ob der B 65-Ausbau auf Höhe Bad Nenndorf noch zeitgemäß ist. Schließlich liegt die Planung inzwischen mehr als zehn Jahre zurück. Zudem sollen die Nutzung der Liegehalle im Kurpark überdacht und über weitere Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten beraten werden.

Freizeitpark
Ein zentrales Projekt könnte aber auch der sogenannte Freizeit- und Bewegungspark werden, der gegenüber den beiden neuen Einrichtungen zur Kinderbetreuung neben der Feuerwehr entstehen soll. 1,9 Millionen Euro würde der Bau insgesamt kosten – aus Zuschüssen könnten bis zu 90 Prozent dieses Volumens finanziert werden. Dafür wurde jetzt ein Förderantrag gestellt. Ende Juli könnte eine Bewilligung und danach der Startschuss für den Bau der Parkanlage erfolgen.

„Das wäre wirklich ’mal was für die Bürger der Stadt – nicht nur für die Touristen“, erklärt Stang. Das Areal in der Nähe der Schulen, Kindergärten und Wohngebiete soll eine gestaltete Grünfläche mitsamt Grillplatz und Mountainbikestrecke beinhalten. Unabhängig davon, ob dieses Projekt bewilligt wird, entsteht 2018 eine Skateanlage auf dem Grundstück. lht

Anzeige