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Weiteres Jahr Pause möglich

Schulkindergarten Apelern Weiteres Jahr Pause möglich

Ob im nächsten Schuljahr wieder ein Schulkindergarten in Apelern betrieben wird, ist derzeit ungewiss.

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Räumlich ist der Schulkindergarten fest in Apelern verankert – wenn er nicht gerade Pause macht.

Quelle: gus

Apelern/Samtgemeinde. Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte Uwe-Jens Eberhardt, Leiter der Julius-Rodenberg-Schule, dass erst wenige Kinder, die im Sommer schulpflichtig werden, dafür infrage kommen.

Grundsätzlich ist der Schulkindergarten ein Instrument, das Kinder, die schulpflichtig, aber noch nicht schulfähig sind, auf die erste Klasse vorbereiten kann. Allerdings ist das Konstrukt, in das die Einrichtung eingebettet ist, verzwickt. Da wäre zunächst einmal die Frage, wer bestimmt, ob ein Kind schulfähig ist. Auf den ersten Blick ist die Antwort simpel: der Schulleiter.

Doch der macht es sich beileibe nicht leicht bei dieser Frage, wobei sie sich auch nur in wenigen Fällen stellt. „Der Regelfall ist die Einschulung“, so Eberhardt. Zuvor gibt es mehrere Untersuchungen, beispielsweise die Schuleingangstests des Gesundheitsamts in den Kindergärten. Die Schule lädt die Abc-Schützen in spe dann zu Beobachtungstagen ein, um Aspekte wie Konzentrationsfähigkeit und Hörverstehen zu testen.

Die Ergebnisse zieht der Schulleiter dann zurate und tauscht sich mit den Kindergartenleitungen aus. Mit den Eltern steht er ebenfalls in Verbindung. Ist ein Kind nicht schulfähig, entscheidet der Schulleiter, es zurückzustellen. Grundsätzlich stehen dann zwei Wege offen: ein weiteres Jahr im Kindergarten oder ein Jahr im Schulkindergarten. Dass Eltern ein zurückgestelltes Kind ein Jahr lang zu Hause betreuen, lehnt Eberhardt aber entschieden ab.

„In 99 Prozent der Fälle erreichen wir eine einvernehmliche Lösung“, betont der Rodenberger Rektor. Dabei stehen immer die individuellen Bedürfnisse der Kinder, nicht die Kontingente im Vordergrund. Und so kann es passieren, dass – wie im vergangenen Frühjahr – nur drei Kinder für den Besuch des Schulkindergartens infrage kommen. Und das waren zu wenige.

Denn beim Betrieb einer Schulkita sind letztlich doch die Zahlen maßgeblich. Anderthalb Lehrerstunden bewilligt die Landesschulbehörde pro Kind in dieser Einrichtung. Doch 20 Stunden Unterricht muss die Schule auf die Beine stellen. Rechnerisch muss also ein gutes Dutzend Kinder zusammenkommen. Eberhardts Grenze sind zehn Kinder – dann müssten die Jungen und Mädchen des Schulkindergartens fünf Stunden pro Woche in einer ersten Klasse unterrichtet werden.

Dieses Jahr sieht es zahlenmäßig ähnlich aus wie in 2015. Doch erst nach Ostern steht fest, wie viele Kinder Kandidaten für den Schulkindergarten sind. Ist die Zahl wieder zu niedrig, muss Eberhardt mit den Kindergärten verhandeln, dass diese den betreffenden Jungen und Mädchen ab Sommer einen Platz für ein weiteres Jahr zugestehen.

Klingt kompliziert, doch für alle Beteiligten ist das Prozedere nicht neu, und die Kita-Leitungen wissen, für welche Kinder sie im Geiste einen Platz reservieren sollten. „Es ist noch nie vorgekommen, dass Eltern nicht wussten, wohin sie mit ihrem Kind sollten“, so Eberhardt. gus

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