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Windpark so gut wie durch

Ausschuss empfiehlt Flächennutzungsplan-Änderung Windpark so gut wie durch

Der Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde hat sich erneut mit der Änderung des Flächennutzungsplans für den bei Rehren geplanten Windpark befasst. Die beiden direkt aneinander angrenzenden Windkraft-Konzentrationszonen sind aber gegenüber Stand Dezember unverändert geblieben.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Nenndorf (gus). Nun hat auch die Deutsche Bahn Bedenken angemeldet: Das Windrad-Gebiet befindet sich zu nah an den Gleisen. Mindestens eine Windrad-Länge solle zwischen den Anlagen und den Schienen liegen. Doch Ingenieur Georg Seibert lehnte dies ab, es handle sich um ein sogenanntes weiches Kriterium. Zudem seien bereits viele Mindestabstände zu berücksichtigen. Daher plädierte er für 80 Meter Abstand zur Bahn.

 Dies war dem Ausschussvorsitzenden, Erwin Biener (WGN), zu lax, besser wären 150 Meter – das entspräche der Nabenhöhe. Doch Seibert blieb dabei: Dass ein Windrad auf die Gleise kippe, sei nicht anzunehmen. Es geht eher um Eisschlag, doch dem Problem ist auch anderes zu begegnen, so Seibert. Dies überzeugte Biener.

 Auch zahlreiche Bürger hatten sich mit Stellungnahmen an die Verwaltung gewandt. Diese flossen ebenfalls in die Abwägung ein. Dabei ging es vor allem um die Abstände zur Wohnbebauung, um Windrad-Höhen und um schädliche Emissionen. Die Stellungnahmen führten aber nicht zu Änderungen am Plan. Einerseits sei der Abstand mit 900 Metern bereits ausreichend groß gewählt, darüber hinaus sei eine Höhenbegrenzung unterhalb von 190 Metern planungsrechtlich nicht umsetzbar, da effiziente Windkraftnutzung erst ab einer gewissen Anlagenhöhe möglich sei. Die Bürger hatten 150 Meter als Maximalhöhe vorgeschlagen, 190 Meter stehen im Entwurf.

 Die Jägerschaft hatte angemahnt, dass im Zielgebiet mehr schützenswerte Tierarten leben als bisher angegeben. Seibert zufolge waren die beiden Konzentrationszonen aber bereits aus artenschutzrechtlichen Gründen entsprechend verkleinert worden. Zu der Eingabe von Tennet, dass der Windpark den Südlink-Plan behindert, fragte Bernd Zimmermann (WGN), ob die Windräder die Stromleitung in dem fraglichen Bereich verhindern könnte. Seibert sagte, dass grundsätzlich ein Konflikt zwischen Südlink und Windparks besteht – zumindest was die Freileitungsvariante angeht. Doch mit einem Erdkabel könne ein Windpark allemal durchzogen werden. Ralf Tegtmeier (SPD) betonte: Tennet habe nicht einmal konkrete Pläne vorliegen, zudem ruhe das gesamte Verfahren derzeit.

 Heiner Wrede (Grüne) lehnte die Flächennutzungsplan-Änderung ab. Er sei zwar für Windenergienutzung, nicht aber in dicht besiedelten Gebieten. Die übrigen Ausschussmitglieder votierten für die Änderung. Der Samtgemeinderat muss am Donnerstag, 19. März, abschließend entscheiden. Zuhörer bemängelten, dass die Stellungnahmen der Betroffenen durch die Bank abgelehnt worden waren. Biener entgegnete: Es sei bereits mehrfach über die genannten Inhalte diskutiert worden. Dem pflichtete Wolfgang Lehrke (SPD) bei.

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