Samtgemeinde Nenndorf (kcg). Die jeweils 150 Meter hohen Windräder können im Jahr insgesamt rund 37 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen – ausreichend für 12000 Haushalte.
Projektentwickler Florian Massante stellte sein Konzept für den Windpark während einer Infoveranstaltung im „Schmiedegasthaus Gehrke“ in Riepen interessierten Bürgern vor. „Wir wollen einen Windpark mit hoher lokaler Wertschöpfung bauen“, betonte Massante einleitend. Durch Windenergie könne Strom nicht nur klimaneutral, sondern direkt vor Ort erzeugt werden. Zudem sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, sich finanziell am Vorhaben zu beteiligen. Die Kommunen würden durch die Einnahmen aus der Gewerbesteuer profitieren. Planung, Finanzierung und Betrieb des Windparkes übernehme der Energieverbund, ein Zusammenschluss von Landwirten und Grundstückseigentümern aus der Region.
Lediglich 2,5 Prozent der Landkreisfläche sind nach Auskunft von Massante für die Nutzung von Windenergie geeignet. Würde dieses Potenzial voll ausgeschöpft, könnten allerdings 83 Prozent des Gesamtenergiebedarfs in Schaumburg gedeckt werden. Der Windpark sei insofern wichtiger Beitrag zum Energiewandel vor Ort. „Es wird die Zeit kommen, in der in Schaumburg nur mit erneuerbaren Energien Versorgungssicherheit hergestellt werden kann“, war Massante überzeugt.
Die Windräder sollen auf Gebiet der Samtgemeinden Lindhorst und Nenndorf an der Bahnstrecke Haste-Stadthagen gebaut werden. Dabei werde zu den Wohngebieten 800 Meter Abstand gehalten, betonte Massante. Der Abstand zwischen den einzelnen Windkraftanlagen betrage 450 Meter. Was Schattenwurf und Schall der Räder betreffe, nehme das Vorhaben „keinerlei Einfluss auf die Wohnbebauung“. Die 40-Dezibel-Grenze in Wohngebieten werde nicht überschritten, erklärte der Ottenser auf zahlreiche Nachfragen zum Lärmpegel. Als Vergleich nannte er den Lärm eines vorbeifahrenden Zuges, der mit 65 Dezibel viermal so laut sei. Die Energie aus dem Windpark soll über die nächstgelegene Umspannstation ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Zum Planungsstand erklärte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese, der Energieverbund habe einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes bei den Samtgemeinden Nenndorf und Lindhorst gestellt, die für dieses Projekt grenzübergreifend zusammenarbeiten wollen. Auch bei der „Verfügbarkeit der notwendigen Grundstücke“ sei man auf einem „guten Weg“.
Die Mehrheit der anwesenden Riepener stehen dem millionenschweren Projekt indes positiv gegenüber. Das war jedenfalls Ergebnis einer Abstimmung am Ende des Info-Abends
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