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Samtgemeinde Nenndorf Zahl der Straftaten bleibt konstant
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Zahl der Straftaten bleibt konstant
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17:35 09.03.2012

Nenndorf/Rodenberg (kcg). Die Zahl der Straftaten liegt im Vergleich zum Vorjahr auf einem gleichbleibenden Niveau. Insgesamt 1576 Delikte haben die Beamten des Nenndorfer Kommissariats registriert – ein Fall mehr als 2010. 60 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. „Wir sind rundum zufrieden mit den Zahlen. Wenn wir auf diesem Stand bleiben, ist das gut“, erklärte Meier. Dass sich die Vernetzung der Polizei mit Vereinen, Ämtern und Schulen lohne, zeige die sinkende Zahl der Straftaten von Kindern und Jugendlichen. Die Jugendkriminalität sei im Vergleich zu 2010 um mehr als 30 Prozent gesunken – ein gutes Signal für die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Polizei und Institutionen, resümiert Meier.

Leitlinie sei, „proaktiv zu agieren“ und bei auffälligen Kindern und Jugendlichen schon frühzeitig einzuschreiten und Konsequenzen aufzuzeigen. Positives Beispiel ist nach Auskunft Böttchers eine Gruppe Jugendlicher, die im Herbst immer wieder mit Sachbeschädigungen auf sich aufmerksam machte. Insgesamt 45 Taten in fünf bis sechs Wochen gingen auf das Konto der Halbstarken. Durch das frühzeitige Intervenieren der Beamten sei die Gruppe nicht mehr auffällig geworden.

Die eklatantesten Fälle im vergangenen Jahr ereigneten sich für die Nenndorfer Polizisten Anfang 2011. Ein Räuber-Duo überfiel bewaffnet Tankstellen in Lauenau, Bantorf und Eimbeckhausen. Insgesamt fünfmal schlugen die Männer zu, bevor sie festgenommen werden können. Mit einem schweren Gewaltdelikt mussten sich die Beamten im April auseinandersetzen, als eine Frau in ihrer Wohnung in Bad Nenndorf brutal überfallen und verletzt wurde.

Generell seien Gewaltdelikte inklusive einfacher Körperverletzung 2011 von 175 auf 223 Fälle gestiegen, berichtet Böttcher. Ein Gros der Vergehen liegt mit 502 Fällen im Bereich Diebstahl. Das Kommissariat verzeichnete unter anderem sieben Autodiebstähle, 53 Autoaufbrüche und 73 Fahrraddiebstähle. Einbrüche in Wohnungen seien erfreulicherweise von 86 auf 31 Fälle gesunken. Ebenfalls zurückgegangen sind Brandstiftungen. 2011 ermittelten die Beamten in vier Fällen, 2011 waren es noch elf.

Steigende Tendenz registrierte die Polizei im Bereich Betrug. Die Zahl der Fälle sei von 283 auf 362 „rasant angestiegen“. Grund sei das Internet, das Betrügern ein weites Betätigungsfeld biete. Die Zahl der Sexualdelikte ist von neun auf elf gestiegen. Kinder seien keine Opfer sexueller Gewalt, betonte Meier.