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Samtgemeinde Nenndorf Zahl der Straftaten geht zurück
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Zahl der Straftaten geht zurück
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00:17 18.04.2016
Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat im Jahr 2015 in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg zugenommen. dpa
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Samtgemeinden Nenndorf/Rodenberg

Das ist aber nicht nur auf die Arbeit der Beamten zurückzuführen, die eine Aufklärungsquote von 61,96 Prozent vorweisen können, sondern liege auch am Nazi-Aufmarsch im Jahr 2014, erklärt die Leiterin des Ermittlungsdienstes, Heidrun Schäfer.

Damals hatten einige Hundert Linke einen Bereich am Winklerbad besetzt, der eigentlich für die Kundgebung der Anhänger des sogenannten „Trauermarschs“ vorgesehen war. Damit hatten sie die Versammlungsfreiheit der Rechten verhindert. Etwa 600 Verfahren, die zu großen Teilen eingestellt worden sind, verzeichnete die Polizei. Doch auch ohne diese statistische Besonderheit ist ein Rückgang erkennbar, denn im Jahr 2013 hat die Zahl der Straftaten noch bei 2081 gelegen.

Allerdings stach im vergangenen Jahr ein Verbrechen besonders hervor: die ermordete Ehefrau von Uwe K. aus Lauenau. Die dafür eingesetzte Mordkommission des Zentralen Kriminaldienstes wurde auch von Beamten des Bad Nenndorfer Kommissariats unterstützt, sagt Schäfer.

Andere Kollegen haben sich derweil um Diebstähle gekümmert, die den Hauptteil der Straftaten im Jahr 2015 ausgemacht haben. Insgesamt 637 (33 Prozent) Fälle wurden registriert. Etwa die Hälfte davon ist der Kategorie „schwerer Diebstahl“ zuzuordnen, worunter etwa Wohnungseinbrüche fallen. Davon hat es im Vorjahr 95 gegeben, was einem Anstieg um 22 Taten entspricht. Da ein Drittel dieser Einbrüche seien bei Tageslicht passiert, mahnen die Beamten besonders zur Vorsicht, was offene Fenster oder Haustüren betrifft.

Auch die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte, die 28 Prozent der Straftaten ausmachen, wäre mit einer Portion Skepsis der Opfer wohl noch geringer ausgefallen. Dennoch ist die Zahl jener unerlaubten Handlungen von 741 in 2014 auf 537 im Vorjahr gefallen. Dass das Internet dabei eine immer größere Rolle spielt, zeigt der Fakt, dass knapp die Hälfte der Betrügereien online verübt wurde.

Im Vergleich dazu sind Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit entgegen dem Landestrend von 173 auf 225 Taten gestiegen, wie Schäfer berichtet.

Ein signifikantes Ansteigen der von Flüchtlingen verübten Verbrechen sei im Übrigen „nicht zu erkennen“, wie Schäfer berichtet. js

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