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Zusätzliche Kosten wohl unvermeidbar

Samtgemeinde Nenndorf / Brenntage Zusätzliche Kosten wohl unvermeidbar

Für die einen ein großer Schritt in die richtige Richtung, für die anderen ein richtig großes Problem: Seit April sind die Brenntage in ganz Niedersachsen erst einmal verboten worden.

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Eine Alternative zu den Brenntagen bilden die Osterfeuer. Wer nicht weiß, wohin mit seinem Strauchschnitt im Frühjahr, kann den Grünabfall dort abfackeln lassen.

Quelle: rg

Samtgemeinde Nenndorf. Während landkreisübergreifend wohl erst im späten Herbst – also nach den bisherigen Brennterminen der meisten Gemeinden – über langfristige Alternativen diskutiert werden soll, suchen die einzelnen Gemeinden derzeit nach individuellen Ansätzen, um dem Problem kurzfristig zu begegnen.

 Ob die „große“ Lösung des Landkreises das Problem tatsächlich in Gänze lösen wird, daran haben einige Gemeindevertreter der Samtgemeinde Nenndorf jedoch ihre Zweifel.

 Zumindest für die Eigentümer überschaubarer Grundstücke und kleinerer Grünanlagen gibt es bereits jetzt viele Alternativen, erklärt Samtgemeindebürgermeister und Bad Nenndorfs Stadtdirektor Bernd Reese. Unter anderem gebe es die grüne Tonne, die Osterfeuer, zu denen Bürger ihren Grünschnitt abgeben können, dazu gebe es – außer der Hauptannahmestelle der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWS) in Sachsenhagen – eine eigene Annahmestelle für Grünabfall in Bad Nenndorf, Im Niedernfeld 9.

 Als weitere Übergangslösung plant unter anderem Haste einen erneuten „Schreddertag“, sagt Bürgermeister Sigmar Sandmann. Auch in Suthfeld spiele man mit dem Gedanken, erklärt Bürgermeister Horst Schlüter. Allerdings wolle man erst abwarten, ob überhaupt entsprechende Nachfrage besteht. „Dann würden wir so etwas kurzfristig organisieren.“ Unterstützung bei der Umsetzung durch die örtlichen Vereine sei allerdings nötig.

 Eine Dauerlösung sollte das Schreddern aber keinesfalls sein, findet Sandmann. Grundsätzlich sei der Landkreis für die Abfallentsorgung zuständig.

 Von der geplanten kreisweiten Lösung würden aber eher nur die Eigentümer kleinerer Grundstücke von um die 500 Quadratmeter profitieren, glaubt Schlüter. Deren Aufruhr in Sachen abgeschaffte Brenntage könne er indes kaum nachvollziehen. Viele derer, die sich beklagten, hätten ohnehin die Brenntage nicht nutzen dürfen, da sie die strengen Auflagen gar nicht erfüllen konnten.

 Gerade im Hinblick auf die Landwirte beispielsweise müsse aber bald etwas passieren, da die Alternativen für Entsorger von großen Mengen Grünschnitts nicht ideal seien – oder gar nicht erst infrage kommen. Die Annahmestelle in Bad Nenndorf zum Beispiel könne so große Mengen an Grünschnitt gar nicht aufnehmen, sagt Schlüter.

 „Ich weiß deshalb von manchen Landwirten, dass sie ihre Bäume und Hecken umreißen wollen, wenn sie den Abfall nicht mehr verbrennen dürfen“, berichtet Wolfgang Lehrke, Bürgermeister von Hohnhorst. Insofern sei das Abschaffen der Brenntage für ländliche Gegenden ein echtes Problem. Ein Schreddertag für Hohnhorst im Herbst sei für ihn durchaus denkbar, beschlossen sei er aber noch nicht.

 Langfristig setzen Schlüter und Lehrke auf den neuen Bad Nenndorfer Bauhof und darauf, dass dort zusätzliche Lagerflächen für Grünschnitt vorgehalten werden. Bis zu dessen Fertigstellung könnten Sondergenehmigungen für individuelle Grünschnitt-Verbrennungen eine Option sein, sagt Schlüter. „Oder der Landkreis muss sein Abfallsystem entsprechend aktualisieren“, so Lehrke. Bei jedem Ansatz bleibe die Frage: „Wer bezahlt es?“ Am Ende würden die Verursacher des Grünabfalls um zusätzliche Kosten wohl nicht herumkommen.  kle

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