Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Nenndorf Zusätzliche Kosten wohl unvermeidbar
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Zusätzliche Kosten wohl unvermeidbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 22.08.2014
Eine Alternative zu den Brenntagen bilden die Osterfeuer. Wer nicht weiß, wohin mit seinem Strauchschnitt im Frühjahr, kann den Grünabfall dort abfackeln lassen. Quelle: rg
Anzeige
Samtgemeinde Nenndorf

Während landkreisübergreifend wohl erst im späten Herbst – also nach den bisherigen Brennterminen der meisten Gemeinden – über langfristige Alternativen diskutiert werden soll, suchen die einzelnen Gemeinden derzeit nach individuellen Ansätzen, um dem Problem kurzfristig zu begegnen.

 Ob die „große“ Lösung des Landkreises das Problem tatsächlich in Gänze lösen wird, daran haben einige Gemeindevertreter der Samtgemeinde Nenndorf jedoch ihre Zweifel.

 Zumindest für die Eigentümer überschaubarer Grundstücke und kleinerer Grünanlagen gibt es bereits jetzt viele Alternativen, erklärt Samtgemeindebürgermeister und Bad Nenndorfs Stadtdirektor Bernd Reese. Unter anderem gebe es die grüne Tonne, die Osterfeuer, zu denen Bürger ihren Grünschnitt abgeben können, dazu gebe es – außer der Hauptannahmestelle der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWS) in Sachsenhagen – eine eigene Annahmestelle für Grünabfall in Bad Nenndorf, Im Niedernfeld 9.

 Als weitere Übergangslösung plant unter anderem Haste einen erneuten „Schreddertag“, sagt Bürgermeister Sigmar Sandmann. Auch in Suthfeld spiele man mit dem Gedanken, erklärt Bürgermeister Horst Schlüter. Allerdings wolle man erst abwarten, ob überhaupt entsprechende Nachfrage besteht. „Dann würden wir so etwas kurzfristig organisieren.“ Unterstützung bei der Umsetzung durch die örtlichen Vereine sei allerdings nötig.

 Eine Dauerlösung sollte das Schreddern aber keinesfalls sein, findet Sandmann. Grundsätzlich sei der Landkreis für die Abfallentsorgung zuständig.

 Von der geplanten kreisweiten Lösung würden aber eher nur die Eigentümer kleinerer Grundstücke von um die 500 Quadratmeter profitieren, glaubt Schlüter. Deren Aufruhr in Sachen abgeschaffte Brenntage könne er indes kaum nachvollziehen. Viele derer, die sich beklagten, hätten ohnehin die Brenntage nicht nutzen dürfen, da sie die strengen Auflagen gar nicht erfüllen konnten.

 Gerade im Hinblick auf die Landwirte beispielsweise müsse aber bald etwas passieren, da die Alternativen für Entsorger von großen Mengen Grünschnitts nicht ideal seien – oder gar nicht erst infrage kommen. Die Annahmestelle in Bad Nenndorf zum Beispiel könne so große Mengen an Grünschnitt gar nicht aufnehmen, sagt Schlüter.

 „Ich weiß deshalb von manchen Landwirten, dass sie ihre Bäume und Hecken umreißen wollen, wenn sie den Abfall nicht mehr verbrennen dürfen“, berichtet Wolfgang Lehrke, Bürgermeister von Hohnhorst. Insofern sei das Abschaffen der Brenntage für ländliche Gegenden ein echtes Problem. Ein Schreddertag für Hohnhorst im Herbst sei für ihn durchaus denkbar, beschlossen sei er aber noch nicht.

 Langfristig setzen Schlüter und Lehrke auf den neuen Bad Nenndorfer Bauhof und darauf, dass dort zusätzliche Lagerflächen für Grünschnitt vorgehalten werden. Bis zu dessen Fertigstellung könnten Sondergenehmigungen für individuelle Grünschnitt-Verbrennungen eine Option sein, sagt Schlüter. „Oder der Landkreis muss sein Abfallsystem entsprechend aktualisieren“, so Lehrke. Bei jedem Ansatz bleibe die Frage: „Wer bezahlt es?“ Am Ende würden die Verursacher des Grünabfalls um zusätzliche Kosten wohl nicht herumkommen.  kle

Der Samtgemeinderat Nenndorf hat die vom Finanzausschuss empfohlene Änderung der Friedhofssatzung beschlossen. In dem Papier sollten vor allem überflüssige und veraltete Klauseln gestrichen sowie neue Aspekte eingearbeitet werden. Zudem wurden einige Gebührensätze angehoben.

16.08.2014

Der Samtgemeinderat Nenndorf hat den zeitlichen Änderungen am Kindergartenkonzept zugestimmt. Die Gebühren bleiben aber vorerst unangetastet.

03.08.2014

Ein Loch hat sich in der Nacht zum Mittwoch an der Autobahn 2 aufgetan. Das Resultat: Ein mehrere Kilometer langer Stau auf der A2 und verstopfte Bundesstraßen 65 und 442 bei Bad Nenndorf im Verlauf des Mittwochs.

02.08.2014
Anzeige