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Asbest vom Feldweg getilgt

Kreuzriehe / Belastetes Material entfernt Asbest vom Feldweg getilgt

Ein Umweltskandal in der Feldmark nördlich von Bad Nenndorf ist offenbar restlos aufgearbeitet worden. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese teilte dem Umweltausschuss der Samtgemeinde mit, dass das mit Asbest belastete Schottermaterial vom Wirtschaftsweg in Verlängerung der Kreuzrieher Sölvienstraße mittlerweile in Gänze entfernt worden ist.

Von Guido Scholl. Kreuzriehe. Auf dem Feldweg war im Jahr 2011 der einstige Straßenbelag und Material des Unterbaus der Lindhorster Bahnunterführung verteilt worden. Das zuständige Unternehmen für die Trog-Sanierung hatte dafür eine Erlaubnis, war aber nach eigenen Angaben beim Abfräsen zu tief in die Straße eingedrungen, sodass auch Asbest abgetragen worden war.

Aufgefallen war Spaziergängern, dass Aluminiumteilchen auf dem Feldweg zu erkennen waren. Bei einer Untersuchung wurde dann auch Asbest festgestellt. Benutzer des Feldwegs befürchteten, dass der Asbest gesundheitsgefährdend würde, sollte er in die Luft gewirbelt werden. Denn der Stoff ist nur dann kritisch, wenn er in feinen Partikeln auftaucht.

Der Landkreis forderte das Unternehmen Strabag aus Hannover auf, den von ihm verursachten Schaden zu beheben (wir berichteten). Noch Anfang dieses Jahres hatte sich die Straßenbaufirma geweigert, den Feldweg von dem belasteten Material zu befreien, unter anderem hieß es, dass der Asbestgehalt zu gering sei, um Gesundheitsbeeinträchtigungen zu bewirken. 0,22 Prozent des abgeladenen Baustoffs sei Asbest, der Grenzwert liege bei einem Prozent. In dem Streit wurde ein Gesprächstermin mit dem Umweltministerium des Landes Niedersachsen vereinbart.

Kurz zuvor – im Dezember 2012 – waren allerdings zwei weitere Proben im Auftrag der Strabag entnommen worden, in denen kein Asbestgehalt mehr festzustellen gewesen sei, erklärte Reese nun. Dieser negative Befund konnte kaum auf ein zwischenzeitliches Entfernen des Lindhorster Abfalls zurückgeführt werden, zumal sich nach wie vor optische Rückstände von Aluminium auf dem Weg befanden. Wohin der Asbest verschwunden war, ist damit offen.

Reese zufolge wurde der Wirtschaftsweg anschließend dennoch im Auftrag der Strabag noch mehrmals per Hand und mit einer Kehrmaschine von den Rückständen befreit. Das Fräsgut sei dann andernorts entsorgt worden. Das fest in den Weg eingebaute Material sei unbedenklich, weshalb die Angelegenheit als erledigt betrachtet werde.

Dass Strabag noch einmal tätig wurde, ist nach Worten von Kreispressesprecher Klaus Heimann auf die Verhandlungen mit dem Umweltministerium zurückzuführen. Auch die Kosten trägt komplett das Unternehmen Strabag.

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