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Suthfeld Biogasanlage: Entlastungsweg soll her
Schaumburg Nenndorf Suthfeld Biogasanlage: Entlastungsweg soll her
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00:17 02.11.2013
Die neue Zufahrt zur Biogasanlage soll entlang dem Haster Bach verlaufen. Quelle: gus
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Suthfeld/Hohnhorst

Auf Initiative der CDU-Fraktion war das Thema „Zufahrt zur Biogasanlage“ auf die Tagesordnung des Rates in Suthfeld gekommen. Die Christdemokraten plädierten für die Variante, einen Weg von Hohnhorst aus entlang dem Haster Bach auszubauen. Dies war zuvor auch bereits der Favorit der SPD-Fraktion gewesen.
Ziel ist es aus Suthfelder Sicht, den Traktoren-Verkehr in der Erntezeit weg von der Sölvienstraße zu bekommen und ihn über die neue Zufahrt zu der Biogasanlage zu führen. Die Gemeinde Hohnhorst möchte denselben Effekt für die Mathestraße erreichen, beide Strecken ächzen speziell während der Maisernte unter der Vielzahl landwirtschaftlicher Transporter. Auch Hohnhorster Politiker hatten sich zuletzt dafür ausgesprochen, zeitnah eine Lösung anzuschieben.
Möglich ist, dass die beiden Gemeinden, die unter den Begleiterscheinungen der Biogasanlage auf Bad Nenndorfer Grund und Boden leiden, die Planung allein finanzieren. Denn auf Bad Nenndorfer Beteiligung will man zumindest in Suthfeld nun nicht mehr warten. Der Rat votierte dafür, die Planung ungeachtet der Haltung der Politiker in der Kurstadt auf die Reise zu bringen.
Allerdings bedeutet dies nicht, dass auch die Finanzierung des eigentlichen Wegebaus dann an Hohnhorst und Suthfeld hängen bleibt. Die Planung kostet nach Schätzung des Suthfelder Bürgermeisters, Horst Schlüter, nur etwa 5000 Euro, die Realisierung dürfte aber Kosten deutlich im sechsstelligen Euro-Bereich mit sich bringen.
Und ein Teil des Feldwegs, dessen Ausbau zum Wirtschaftsweg nun favorisiert wird, verläuft zum Teil auch durch Bad Nenndorfer Gemarkung. Der längste Abschnitt befindet sich auf Hohnhorster Gebiet, ein Teil auf Suthfelder Terrain.  Daher rechnen die Vertreter der beiden kleineren Kommunen auch mit einer finanziellen Beteiligung Bad Nenndorfs am Ausbau. Nicht zuletzt, weil die Kurstadt über die Gewerbesteuer von der Biogasanlage profitiert, aber von der Verkehrslast verschont bleibt.
Die Planung soll auch Aufschluss darüber geben, ob Fördergeld für das Projekt in Aussicht steht. Schlüter denkt dabei an die „Leader“-Töpfe. Das EU-Programm ende zwar im kommenden Jahr, doch es könnte ein Nachfolger aufgelegt werden. Die Ergebnisse der Planung für den Weg zur Biogasanlage sollen im Februar 2014 vorliegen. gus

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