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Früheres Gasthaus Hattendorf zerstört

Brand in Kreuzriehe Früheres Gasthaus Hattendorf zerstört

Bei einem Großbrand am frühen Sonnabendmorgen ist das ehemalige, seit dem Verkauf vor zwei Jahren leerstehende Gasthaus Hattendorf ausgebrannt.

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Die Löscharbeiten in Kreuzriehe dauerten bis in den späten Morgen.

Quelle: cap

Kreuzriehe. 150 Feuerwehrleute aus zwölf Ortswehren waren mit 24 Fahrzeugen bis gegen 9.30 Uhr im Löscheinsatz. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache und die Schadenshöhe waren nach Mitteilung der Polizei bis Sonntagabend noch ungeklärt.

 Der Brand war um 4.25 Uhr über den Notruf gemeldet worden. Eine helle Rauchsäule, die kilometerweit zu sehen war, stand über Kreuzriehe. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute schlugen die Flammen bereits durch das Dach. Sie waren auch hinter den Fenstern im Erdgeschoss zu sehen, sagte Feuerwehrsprecher Marko Thiele.

 Die Einsatzkräfte rückten aus Helsinghausen/Kreuzriehe, Bad Nenndorf, Riehe, Haste, Hohnhorst, Horsten, Ohndorf, Rehren A/R, Riepen und Waltringhausen an. Aus Barsinghausen wurden eine zweite Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug angefordert. Die Rettungsleitstelle hatte die höchste Alarmstufe zur Brandbekämpfung ausgelöst. Starkregen erschwerte den Helfern die Arbeit während des gesamten Einsatzes.

 Weil das Gebäude im Vollbrand stand und brennende Holzbalken bereits vom Dachboden ins Innere herunterstürzten, konnten die Kegelbahn, der Saal für etwa 120 Personen und der Gastraum für rund 60 Gäste nicht mehr von den Feuerwehrleuten betreten werden. Die Brandbekämpfer gingen mit mehreren Trupps unter Atemschutz über die beiden Drehleitern aus Bad Nenndorf und Barsinghausen gegen die Flammen vor. Pro Minute wurden mehrere Tausend Liter Wasser in den brennenden Gebäudekomplex gepumpt. Über zwei Tragkraftspritzen wurde eine Wasserförderung aus einem nahegelegenen Teich aufgebaut. Insgesamt wurden etwa 1500 Meter Schläuche verlegt und etwa 150000 Liter Wasser in das Gebäude abgegeben, berichtete Thiele.

 Das Feuer war um 7.15 Uhr gelöscht. Dann begannen die Nachlöscharbeiten. Dazu wurden Drucklüfter eingesetzt, um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Mit einer Wärmebildkamera wurden Brandnester gesucht und abgelöscht.

 Beamte der Kriminalpolizei aus Nienburg sicherten Spuren und beschlagnahmten den Brandort. Die Ortsdurchfahrt auf der Bundesstraße 442 war während der Löscharbeiten voll gesperrt.

 Suthfelds Bürgermeister Horst Schlüter informierte sich am Brandort über die Löscharbeiten. Die frühere Traditions-Gastwirtschaft, in der sich auch die Feuerwehr und Vereine trafen, wurde 1876 in Kreuzriehe eröffnet und bis zum Jahr 2013 in der vierten Generation vom ehemaligen Besitzer Martin Hattendorf geführt. Der Gastwirt habe den Betrieb nach eigenen Angaben einstellen und zwangsversteigern lassen, weil die fortlaufenden Kosten höher als die Einnahmen waren.

 Der heutige Besitzer Tarek Maskun, der die Immobilie vor zwei Jahren erworben hatte, zeigte sich schockiert. „Ich habe kaum Hoffnung, dass das Haus noch zu nutzen ist“, sagte er. „Ich wollte da selber einziehen, das kann ich jetzt vergessen.“ Die Wohnung im Obergeschoss des Gasthauses habe er herrichten und vermieten sowie den Saal für Aktivitäten der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stellen wollen. Konkrete Pläne für die Gaststätte habe er noch nicht gehegt, fügte der Eigentümer hinzu.

 Maskun berichtete, vor drei Wochen habe es nach seiner Einschätzung bereits eine versuchte Brandstiftung gegeben. Im Hinterhof des Gebäudes hätten damals zwei mit Fett gefüllte Tonnen gebrannt. „Meine absolute Vermutung ist, dass es auch dieses Mal Brandstiftung war“, spekulierte der Eigentümer. cap,ssr

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