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Gipfel der Ungerechtigkeit

Widerstand gegen Maisbomber Gipfel der Ungerechtigkeit

Anwohner der Sölvienstraße haben sich in dieser Woche zu einer Protestaktion getroffen, um auf das seit zehn Jahren herrschende Problem mit den Maisbombern hinzu weisen. 150 davon steuern derzeit pro Tag über die Kreuzrieher Straße die Biogasanlage bei Bad Nenndorf an.

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Während sich ein Maisbomber durch die Sölvienstraße quält, halten Anwohner ein Protest-Schild in die Höhe.

Quelle: gus

KREUZRIEHE. Als die Energiegewinnungsanlage vor zehn Jahren den Betrieb aufnahm, änderte sich einiges im Leben der Anwohner dieses Wegs. Während der Maisernte im Spätsommer rollen die schweren Traktoren mit ihren riesigen Anhängern an ihren Grundstücken entlang. Teils bis Mitternacht. Und das, obwohl sie selbst und noch nicht einmal ihre Gemeinde etwas mit der Biogasanlage zu tun haben. Diese steht auf Bad Nenndorfer Grund und Boden.
Doch es gibt von Osten her nur diese eine Straße, um die Ernte zu den Silos zu bringen. Und die entstandene Gülle im Frühjahr zurück zu den Feldern. Dann sind die Transporter noch größer und schwerer. Aller Protest hat zu nichts geführt bislang. Vor zwei Jahren scheiterte der Versuch, einen Feldweg von der B 442 aus entlang der Beeke zu verbreitern und diesen zur Zuwegung der Biogasanlage zu erklären. Die Besitzerin eines Eckgrundstücks verweigerte die Einwilligung in den Verkauf eines kleinen Teils ihres Grund und Bodens. Und ohne den ging es nicht.

Unmut besteht seit Jahren

Noch immer herrscht an der Straße Unmut darüber, dass der Gemeinderat vor Jahren gegen eine Lösung entschied, die Kreuzriehe etwa 30 000 Euro gekostet hätte. Dann wäre gemeinsam mit der Stadt Bad Nenndorf ein Wirtschaftsweg im Bereich Rotrehre für den Maistransport ausgebaut worden. Anschließend stellte sich Bad Nenndorf bei weiteren Vorstößen quer.
Eine Lösung wäre noch immer möglich, sind sich Thomas Schäfer und Stefan Böttcher, die Sprecher der Sölvienstraßen-Initiative, sicher. Und daher wollen sie in ihrem Protest nicht nachlassen.
Der Gipfel der Ungerechtigkeit war es in den Augen Schäfers, als vor einigen Jahren die Betreibergesellschaft der Biogasanlage ein einseitiges Halteverbot für drei Tage während der Erntezeit durchsetzte. Ein Gericht entschied in diesem Sinne.
Schon früh hatten die Anwohner darauf hingewiesen, dass die zig Tonnen wiegenden Ungetüme über die Jahre die Straße beschädigen werden. Jetzt ist es so weit: Erhebliche Risse treten im Seitenbereich auf. Die Gemeinde hat den Weg oben auf der Liste für eine baldige Sanierung, die mehr als 30 000 Euro kosten wird. gus

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