Helsinghausen (ems). Dorfbewohner Hans-Dieter Kleine saß eigens hierfür am Projektor, um die ordnungsgemäße Darstellung von gut 60 alten Aufnahmen zu überwachen. „Das muss ungefähr 1959 aufgenommen worden sein“, schätzte einer der Alteingesessenen, als zahlreiche Aufnahmen eines Tauziehens und anderer sportlicher Aktivitäten gezeigt wurden. „Damals wurde das Sportfest ganz unkompliziert auf dem Acker veranstaltet“, wurde diskutiert und nebenbei die altmodische Sportbekleidung amüsiert begutachtet.
Viele verschiedene Details beim Betrachten der Bilder weckten ebenso begeisterte, wie gepfefferte Kommentare und so wechselten lebhafte Witzeleien hin und her, während die einzelnen Dias aufleuchteten: „Guckt mal da stehen noch die alten Strommasten!“; wurde eifrig gekontert mit: „Da gab es auch noch den alten Strom – den günstigen!“.
Aber es wurde nicht nur erinnert, gelacht oder so manche Entdeckung gemacht, sondern auch gemeinschaftlich „das alte Helsinghäuser Lied“ gesungen. Dies soll der Überlieferung nach „von Frank Willes Opa“, anlässlich der Auszeichnung „Schönes Dorf“, im Jahre 1964 verfasst worden sein. Die Melodie, die sich am Marsch „Argonnenwald“ orientiert, erwies sich jedoch als unvorhergesehen kompliziert, was dem akkuraten Text von Konrad Wille keinen Abbruch tat. „Solang im Dorf die Linden stehn, lasst einig uns zusammengehen“, hieß es damals wie heute und das nächste Treffen ist auch schon vorgesehen. Am 26. November, steht der „Winterzauber in Koch's Halle und Hof“, ab 15 Uhr auf dem Plan. Vielleicht wird es dort auch Kopien einer alten Weihnachtspostkarte zu kaufen geben. „Die habe ich vom alten Besitzer der Drogerie Huke geschenkt bekommen, weil mein Ford darauf zu sehen ist“, freute sich Konrad Lübke (82) über das Schwarz-Weiß-Foto.
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