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Hungerwinter und Flüchtlingswelle

14. Heimatblatt Hungerwinter und Flüchtlingswelle

Der Arbeitskreis Heimatgeschichte im Verein „Glück Auf“ Riehe hat die 14. Ausgabe der Rieher Heimatblätter veröffentlicht. Im Fokus steht diesmal erneut die alte Dorfschule.

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Was für eine Aussicht: Rieher Schulkinder mit Lehrer Pyritz auf der Porta Westfalica in den fünfziger Jahren.

Quelle: r

Riehe. Auf gut 80 Seiten beinhaltet das Heft 16 Kapitel, dazu Vorwort, Quellenverweis und weitere Zusätze. „Mit dieser 14. Ausgabe der Rieher Heimatblätter setzen wir die Dorf- und Schulchronik, beginnend mit den Ereignissen vor 70 Jahren, bis ins Jahr 1958 fort“, schreibt Ralf Schröder, einer der Initiatoren, in einer Pressemitteilung.

 Die federführenden Lehrer waren Irmgard Lattwesen, Max Lorke und Walter Pyritz. Diesen sei es gelungen, dem Arbeitskreis die Geschichte und das wahre Rieher Schulleben der damaligen Zeit zu verdeutlichen. In erster Linie habe der Schulalltag im und nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Kampf um ausreichend Heizmaterial bestanden. Denn schließlich sollte der kalte Klassenraum auf eine erträgliche Temperatur angewärmt werden.

 „Anhand der Schilderungen des Hungerwinters kann man sich gut vorstellen, welche Qualen und Opfer die Menschen in der Ostukraine in diesem Winter zu erleiden haben“, meint Schröder. Der Hungerwinter 1946/47 hat ein eigenes Kapitel bekommen.

 Und noch eine andere Verbindung zur jetzigen Zeit zeichnet Schröder nach: „Wenn man bedenkt, dass sich unsere Einwohnerzahl von 361 (1939) auf 733 (1946) – bedingt durch die Unterbringung von Evakuierten, Flüchtlingen und Vertriebenen – erhöht hat, gebührt den damaligen Rieher Einwohnern und Kommunalpolitikern eine große Hochachtung.“ Hinzu kam, dass die meisten arbeitsfähigen Männer noch in Gefangenschaft beziehungsweise gefallen oder vermisst waren.

 Außer von der Schulgeschichte bekommen die Chronik-Leser auch einen Eindruck von den letzten Kriegsmonaten und von der entbehrungsreichen Nachkriegszeit. „Dies änderte sich schlagartig mit der Währungsreform und dem beginnenden Wirtschaftswunder“, so Schröder. Auch die Währungsreform wird in einem eigenen Kapitel nachvollzogen. Weitere Einzelthemen sind die Regulierung des Büntegrabens und das Hochwasser vom 10. Februar 1946.

 Der Mitglieder des Arbeitskreises legen nun aber keineswegs die Hände in die Schöße. Sie haben bereits die nächste Ausgabe im Kopf. Eine Aufstellung aller bisher erschienenen Ausgaben mit den entsprechenden Themen ist im Internet auf www.riehe.de zu finden. Zu bekommen sind alle Ausgaben bei Wilhelm Schröder, Telefon (05723) 6784. gus

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