Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
„Irgendwann muss es knallen“

Suthfeld / Fasselabend „Irgendwann muss es knallen“

„Nach mir die Sintflut“: Diese Mentalität hat Bürgermeister Horst Schlüter beim Fasselabend im Gasthaus Hattendorf aufs Korn genommen. Den geschätzten Schuldenstand der Samtgemeinde Ende 2012 bezifferte er auf neun Millionen Euro. Suthfeld verzeichnete letztes Jahr 95 000 Euro Defizit. „Wir nehmen kommenden Generationen den Spielraum“, bezeichnete Schlüter den Trend zum Leben auf Pump als beängstigend: „Irgendwann muss es knallen.“

Voriger Artikel
Vom Brand bis zum Cybermobbing
Nächster Artikel
Helfen mit Stricknadeln und Wolle

„Wir müssen reagieren, wenn uns durch Geldentzug jeder Spielraum genommen wird, können wir den Laden dichtmachen“, hofft Horst Schlüter auf einen Wandel in der kommunalen Landschaft.

Quelle: tes

Suthfeld (tes).   Das Umla-geverfahren sei im Grundsatz richtig, habe aber Formen angenommen, „die uns das Geld aus der Tasche ziehen“, kritisierte er, Gelder erst abzuziehen, über viele Stationen zu leiten und mithilfe kostspieliger Anträge zu einem kleinen Teil wieder in die Mitgliedsgemeinden zurückzuführen. „Wir haben keinen Einfluss. Das ist eigentlich ein Verbrechen“, erklärte Schlüter, warum er als einziges Mitglied des Samtgemeinderates gegen eine Erhöhung der Samtgemeindeumlage gestimmt habe. Wenn die Mitgliedsgemeinden ausbluten, drohe in Suthfeld angesichts  anstehender Straßensanierungsarbeiten eine Straßenausbausatzung, mit der die Anlieger an den Kosten beteiligt werden.

Eine Straßenreinigungssatzung sei nicht geplant, bedankte sich Schlüter für den Einsatz von Bürgern und „Gemeindearbeitern“ wie Christiane Bruns, Guido De-seniß, Konrad Hülsemann, Jürgen Oberheide, Fritz Schmidt, Joachim Schröthlin, Siegfried Podratzky und Eramo Silas. Die Steuer-Hebesätze bewegen sich mit 320 Prozent weiterhin unterhalb des Bundesdurch-schnitts. Noch sei Suthfeld seit 1992 schuldenfrei. Damit das so bleibt , schlug ein Bürger eine Katzensteuer vor – mit gemischter Resonanz.

 Suthfeld hatte im Januar 2012 knapp 1500 Einwohner. Davon leben 476 in Helsing-hausen, 470 in Kreuzriehe und 523 in Riehe. „Riehe ist also doch die Hauptstadt“, kam prompt ein Zwischenruf  von Adolf Ragge. Freie Grundstücke sind noch zu haben. Dass Miteinander innerhalb der Dörfer funktio-niere bestens, nur auf Gemeindeebene hake es mit dem Gemeinschaftsgefühl, bat der Bürgermeister dorfübergreifende Veranstaltungen zu besuchen, wie Sommer-Biathlon, Bürgerkönig-Schießen oder Bosseln.

Eigeninitiative forderte Schlüter bei den Arbeiten am Spielplatz Kreuzriehe. Die Gemeinde hat Mittel bereitgestellt. Für kontroverse Diskussionen sorgte die Wasserqualität im Kreuzrieher Teich. Ein Bürger meinte, die Pflanzklärinseln lockten zu viele Enten an, die den See mit Fäkalien verunreigten. Schlüter ermahnte auch die Hundehalter. Ein Problem bleibt die Zufahrt zur Biogas-anlage über die Sölvienstraße. Bad Nenndorf habe alle Kompromissvorschläge ab-lehnt, bedauerte Schlüter. „Wir sind für Vorschläge zugänglich“, bestätigte SPD-Ratsherr Jürgen Lübke. Hinsichtlich der geplanten Garagenanlage am Rieher Sportplatz bat Schlüter von Anrufen bei der Gemeinde abzusehen, wenn im Frühjahr hier nur ein von der Samtgemeinde genehmigter „Betonklotz“ für die Jugendfeuerwehren zu sehen sei: „Wir haben unsere Pläne noch im Kopf.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg