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Keine Entwarnung für die Sölvienstraße

Suthfeld / Maisernte Keine Entwarnung für die Sölvienstraße

Nach der Wahl erwartet den neu aufgestellten Suthfelder Rat eine Altlast, die in Kürze erneut zum akuten Problem werden könnte: Mit der Maisernte beginnt die heiße Phase im Zulieferverkehr zur Biogasanlage und mit ihm die Proteste der Anlieger in Kreuzriehe. Sie haben die Nase voll, an der Hauptverkehrsader für Biomasse-Transporte zu wohnen.

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Suthfeld und Hohnhorst plädieren für eine Ausweichstrecke abseits der Wohnbebauung, von der B 442 bis zur Verlängerung der Sölvienstraße. tes

Suthfeld (tes). Suthfelds Bürgermeister Horst Schlüter (SPD) hoffte bis zuletzt, mit einer Ausweichstrecke für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge die Lage entschärfen zu können. Gemeinsam mit dem Hohnhorster Bürgermeister Otto Lattwesen (CDU) und dem Bad Nenndorfer Stadtdirektor Bernd Reese war folgende Variante ins Gespräch gebracht worden: Ausbau des Weges, der aus Richtung Hohnhorst von der B 442 abgeht und entlang des Haster Baches bis zum vorhandenen Wirtschaftsweg in Verlängerung der Sölvienstraße verläuft. Diese Variante B könnte zur Entlastung der Sölvienstraße und der Mathestraße dienen und sei für alle landwirtschaftlichen Transporte zu nutzen.

Der Vorteil: Der auf 180.000 Euro geschätzte Ausbau wäre förderfähig mit einem Landeszuschuss von etwa 70.000 Euro. Im Gegensatz zur 200.000 Euro teuren bisherigen Variante A auf Bad Nenndorfer Gebiet in Verlängerung der Ringstraße, die nur als Zuwegung zur Biogasanlage geeignet wäre und Kosten für Grunderwerb und Ausgleichsmaßnahmen verursachen würde.

Für Variante B hatte Lattwesen einen Schritt auf Suthfeld zu gemacht und angeboten, dass Hohnhorst etwa 30.000 Euro beisteuert, aus Mitteln, die die Gemeinde als Ausgleichszahlung von der Deutschen Bahn erhält. Dennoch erteilte der Verwaltungsausschuss (VA) Bad Nenndorf dem Vorschlag B einen Dämpfer. Zwar könnten Suthfeld und Hohnhorst eigenverantwortlich diesen Weg realisieren. An der Kostenaufteilung werde sich die Stadt jedoch nicht wie von Schlüter vorgeschlagen beteiligen, weil die Gemarkung Bad Nenndorf nicht betroffen sei, berichtet Reese. Die Chance für eine gemeinsame Lösung habe Suthfeld seinerzeit mit der Deckelung seines Anteils am interkommunalen Wirtschaftsweg auf 20.000 Euro vertan. Dieser war daraufhin nur von Bad Nenndorf und Hohnhorst realisiert worden.

Schlüter hält dagegen, dass Bad Nenndorf mit der Genehmigung der Biogasanlage das Problem verursacht habe, von der Gewerbesteuer profitiert und dennoch nicht bereit sei, 40.000 Euro für die Entlastung der Sölvienstraße beizutragen.

Bad Nenndorfs Bürgermeisterin Gudrun Olk ist trotz der „emotional sehr komplizieren Lage“ optimistisch: „Wenn alle sensibilisiert und rücksichtvoll miteinander umgehen würden, ließe sich das regeln.“ Schlüter geht davon aus, dass der neue Rat Suthfeld die Variante in Verlängerung der Sölvienstraße erneut als Grundlage für eine Bitte an die Stadt vorlegen wird.

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