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Kriegsgranate gefunden

Polizei stellt Fundstück sicher Kriegsgranate gefunden

Da hat Landwirt Günther Hecht zweimal hinschauen müssen: Als er am Dienstagabend gegen 21 Uhr an der Feldmark unweit der Feldstraße in Helsinghausen mit Ackerarbeiten beschäftigt war, entdeckte er direkt an der Graskante eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Sollten Passanten derlei Gegenstände finden, gilt es, sofort die Polizei zu informieren.

Quelle: Symbolfoto (dpa)

Suthfeld. Glücklicherweise konnte der Gegenstand aber nicht mehr explodieren, da es sich um ein Übungsstück handelte. Das wusste Hecht aber noch nicht. Die herbeigerufene Polizei inspizierte den metallischen Zylinder, der etwa zehn Zentimeter Durchmesser hatte und etwa 40 Zentimeter lang war. Dabei stellten die Beamten fest, dass dieser mit Beton statt Sprengstoff gefüllt war.

Sicherheitshalber übersandten die Ordnungshüter dennoch per Smartphone aufgenommene Fotos der augenscheinlichen Bombe an den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD). Jener wird immer dann kontaktiert, wenn die Beamten nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen können, dass ein Gefahrenpotenzial besteht.

Mittels Fotos oder persönlicher Inspizierung vor Ort entscheidet der KMBD dann, was mit dem gefundenen Stück passiert. In diesem Fall mussten die Bombenspezialisten aber nicht nach Suthfeld ausrücken.

Granate ohne Ladung

Denn nach Auswertung der zugesandten Bilder handelte es sich bei dem gefundenen Gegenstand um eine bereits abgefeuerte Übungsgranate ohne Spreng- und Treibladung. Somit war keine Gefahrenlage gegeben. Bauer Hecht sah die Sache ohnehin gelassen. „Das ist bereits Nummer 14 bei uns“, erzählt er. Allerdings datiere die letzte aufgewühlte Granate aus dem Jahr 1992. Beim jüngsten Fund tippen die Experten auf ein Exemplar britischer Herkunft.

Auch wenn es sich letztlich nur um eine Attrappe gehandelt hat, lobt Thomas Münch, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, das Verhalten des Landwirts als „vorbildlich“. Solche Funde kommen immer mal wieder vor, seien aber nicht alltäglich, weiß Münch. Passanten, die etwa bei einem Spaziergang im und am Wald über einen verdächtigen Gegenstand stolpern, „sollten immer die nächst gelegene Polizeidienststelle, selbstverständlich auch über die 110, verständigen“, so Münch.

Verdächtige Fundstücke sollten keinesfalls berührt oder „gar eigenmächtig transportiert werden“. js

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