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Mitgestalten statt verhindern

Ausbaus der Bahnstrecke durch die Samtgemeinde Nenndorf Mitgestalten statt verhindern

Speziell der drohende Lärmzuwachs bereitet den Gegnern des trassenfernen Ausbaus der Bahnstrecke durch die Samtgemeinde Nenndorf Sorge.

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Landrat Jörg Farr legt sich ebenfalls für die Bürgerinitiative ins Zeug.

Quelle: geb

SUTHFELD. Dies wurde bei einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) deutlich. Derweil hat der WGN-Politiker Bernd Zimmermann als Alternative einen Verlauf durch Haste aber um das Wunstorfer Zentrum herum vorgeschlagen.

„Wenn wir die Trasse nicht verhindern können, wollen wir sie wenigstens mitgestalten“, hat Katrin Hösl, Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen ICE-Streckenausbau, gefordert. Gemeinsam mit drei weiteren Initiativen aus den betroffenen Regionen gründeten die Aktivisten eine Interessengemeinschaft.

Schallschutzwände bieten nicht die gewünschte Lösung

Um ihrem Protest in Berlin Gehör zu verschaffen, konfrontierten Mitglieder Beermann (CDU) mit ihren Fragen und Einwänden auf einer Versammlung mit Dorffestcharakter. Der Lärm sorge schon bei der bestehenden Trasse für Unmut. So bekam eine Haster Familie für ihr Haus an der Strecke bei zwei Fenstern in einem Raum nur einen Schallschutz von der Bahn finanziert, weil die Dezibel-Messung beim zweiten unter dem Grenzwert liege. Ein Kuriosum, dass auch bei Beermann Kopfschütteln auslöste.

„Viele Schallschutzwände halten schon nach einem Jahr nicht mehr, was sie versprechen“, ergänzte die SPD-Politikerin Hösl. Eine weitere betroffenen Hasterin pflichtete bei: „Der Lärm ist mit dem installierten Schutz sogar schlimmer geworden.“

Veraltete Züge auf neuen Gleisen würden einen unnötigen Schaden anrichten und das Lärmproblem somit verstärken, lautete ein weiterer Einwand. Das Verfahren der „Besonders überwachten Gleise“ (BüG) hält Beermann für eine möglichen Ansatz, um den Verschleiß zu verhindern. Seinen guten Draht zu Staatssekretär Enak Ferlemann und acht weiteren Abgeordneten, die mit dem Problem Trasse befasst sind, wolle er nutzen, um den Anliegen Wirkung zu verleihen.

In Wunstorf wird es zu eng

Zimmermann befürchtet, dass die Bahn an einem trassenfernen Ausbau festhält, weil sie so Haste und Wunstorf umgehen kann, was die Reisezeit der Züge erheblich verkürzen würde. Denn innerorts müssen sie langsamer fahren als auf freier Strecke. In Wunstorf wird es seiner Einschätzung nach zu eng für einen viergleisigen Ausbau.

Daher hat sich Zimmermann via Facebook für eine Streckenführung ausgesprochen, bei der die ICE-Gleise hinter Haste in Richtung Osten abzweigen und zwischen Gümmer und Dedensen weiter gen Seelze verlaufen – in dem Bereich stießen sie also wieder auf die vorhandene Trasse. geb, gus

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