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Neuer Weg auf Eis gelegt

Eigentümer will nicht verpachten Neuer Weg auf Eis gelegt

Ausschusssitzungen, Ratssitzungen, Bürgerversammlungen: Die Gemeinden Suthfeld und Hohnhorst haben einiges an Zeit in die Realisierung eines erweiterten Wirtschaftsweges entlang des Haster Baches investiert.

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Der Weg entlang des Haster Bachs ist durchaus noch ausbaufähig.

Quelle: kle

Suthfeld/Hohnhorst (kle). Dieses Projekt ist bis auf Weiteres allerdings gescheitert – zumindest, was den Komplettausbau betrifft. Der Grund: Ein Eigentümer, der Flächen an einem neuralgischen Punkt der Strecke besitzt, möchte diese nicht verkaufen oder verpachten, wie Bürgermeister Horst Schlüter bei der jüngsten Ratssitzung mitteilte.

 Das Projekt sah vor, den Feldweg, der in Nord-Süd-Richtung parallel zum Haster Bach verläuft und von Bad Nenndorf bis hoch nach Hohnhorst führt, auf voller Länge so zu verbreitern und auszubauen, dass er für schwere landwirtschaftliche Maschinen „bequem“ nutzbar wird. Besonders große Maistransporter, die zur Biogasanlage fahren, aber auch anderer landwirtschaftlicher Verkehr sollten auf die Weise von den innerörtlichen Straßen weggeführt werden. Gerade die Sölvienstraße hat unter den schweren Fahrzeugen regelmäßig zu leiden.

 Für die Erweiterung der Fahrbahn hätten die Gemeinden Hohnhorst und Suthfeld kleine Flächen entlang des Weges anpachten müssen, die meisten Eigentümer zeigten sich – nach einem langen Hin und Her bezüglich der Ausgestaltung des Musterpachtvertrags (wir berichteten) – damit einverstanden.

 Ein paar wenige wollten von ihrem Land auf der Gemarkung Suthfeld zwar bis zuletzt nichts hergeben, da diese Bereiche aber in der Mitte des Weges liegen, wäre ein Ausbau trotzdem möglich gewesen – eben mit einer oder zwei Engstellen, erklärte Schlüter. Nun stellte sich jedoch heraus, dass der Besitzer einer Fläche auf Bad Nenndorfer Gebiet eine Verpachtung ebenfalls ablehnt. Da diese direkt an der Zufahrt zu dem Wirtschaftsweg liegt, ist eine Engstelle auf diesem Teil der Fahrbahn nicht möglich, so Schlüter. Dort müsste die Straße in jedem Fall breit genug sein, „weil das die Stelle ist, wo der Verkehr ein- und ausfädelt“.

 Die Gemeinde Suthfeld hat entsprechend erst einmal nicht mehr vor, den Weg auf ihrer Gemarkung zu verbreitern und will entsprechend auch keine zusätzlichen Flächen pachten. Eine Sanierung der bereits bestehenden Fahrbahn sei dennoch sinnvoll, so Schlüter, da diese an vielen Stellen schon schadhaft sei. Das Ziel, den Weg auf lange Sicht doch noch weiter auszubauen, bleibt bestehen. Insgesamt 60000 Euro waren für das Projekt im Suthfelder Haushalt 2015 vorgesehen.

 Die Gemeinde Hohnhorst will dagegen „ihre“ Teile des Weges, also im nördlichen Bereich, so erweitern wie ursprünglich vorgesehen. Als wegen des Einrichtens eines beschrankten Bahnübergangs am Kindergarten ein anderer Wirtschaftsweg der Gemeinde aufgegeben werden musste, wurden Hohnhorst rund 60000 Euro zugesprochen, um eine Alternative zu schaffen. Das Geld kommt zu je einem Drittel vom Landkreis, vom Bund und von der Deutschen Bahn. Davon soll der Ausbau bezahlt werden.kle

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