„fmg-music“ heißt Grossmanns Musikstudio in Kreuzriehe, in dem der ausgebildete Tontechniker gemeinsam mit Wiersbin unter dem Bandnamen „Spurensucher“ eigene Song für das erste Album schreibt und produziert.
„Spurensucher“ steht für deutschsprachigen Pop mit eingängigen Melodien. In ihren Liedern schlägt das Gespann mal laute, mal leise Töne an. Jazz- und Soul-Elemente lassen sich ebenso finden wie Elekro. „Wir loten Grenzen aus, bei uns klingt nicht jeder Song wie der andere“, beschreibt Wiersbin und erklärt: „Felix und ich sind geschmacklich recht breit aufgestellt, das drückt sich auch in unserer Musik aus.“ Trotzdem ziehe sich der eigene Stil wie ein roter Faden durch jedes der „Spurensucher“-Stücke.
Den eigenen Stil zu finden, dafür haben sich Grossmann und Wiersbin Zeit genommen. Seit 2007 experimentieren beide mit Texten und Sounds. Während sie anfangs noch englische Texte geschrieben haben, singen beide heute auf Deutsch vom ganz normalen Leben, von Empfindungen und Beziehungen, von dem „was die Menschen wirklich bewegt“, sagt Wiersbin. So erkläre sich auch der Name ihres Projekts: Jeder Mensch hinterlasse seine Spuren im Leben eines anderen. „Von diesen Spuren handeln unsere Texte.“.
Wiersbin und Grossmann machen schon lange gemeinsam Musik, beide haben sich am Ratsgymnasium in Stadthagen kennengelernt, spielten im Schulorchester und gehören beide zum Stammensemble der Big Band „Body & Soul“. Dass sie gerne zu zweit Popmusik jenseits von Polka und Swing in Orchesterbesetzung machen, haben sie während einer Konzertreise nach Ungarn vor vier Jahren gemerkt.
Spurensucher - Felsen by spurensucher
Derzeit läuft ihr Projekt noch nebenher: Grossmann verdient sein Geld als Musikproduzent und Komponist, Wiersbin studiert Musik in Osnabrück. „Wir hoffen, irgendwann von unserer Musik leben zu können“, sagt Grossmann. Damit das klappt, verschickt das Duo Demo-CDs an Plattenfirmen, hat aber einen Alternativ-Plan in der Tasche: Kommt kein Vertrag mit einem Label zustande, wollen die „Spurensucher“ ihr Album selbst produzieren und vermarkten.
Gutes Hilfsmittel dabei ist das Internet. Über das Portal You-Tube präsentieren die „Spurensucher“ Musik-Videos, auf der Band-Homepage können Fans legal und kostenlos Songs anhören und herunterladen. Außerdem berichten die Musiker in ihrem Blog über den eigenen Werdegang. Ihre Chancen auf den großen Durchbruch schätzen beide als gut ein. „Das ist gerade eine spannende Zeit, deutsche Künstler wie Tim Bendzko und Clueso sind im Kommen“, erklärt Grossmann und ist sich sicher: „Die Leute wollen wieder gut gemachten Pop mit deutschen Texten hören.“ 1300 Zugriffe auf die „Spurensucher“-Videos innerhalb von zwei Monaten scheinen dem 28-Jährigen Recht zu geben.
Im April soll das erste Album fertig sein, dann wollen die „Spurensucher“ auch live auftreten. Bis dahin hoffen die beiden Musiker, weitere Fans im Internet zu gewinnen. www.spurensucher.info
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